Probiotika sind heutzutage in aller Munde

Wir erhalten sie als Nahrungsergänzungsmittel, als angereichertes Müsli oder auch in speziellen Wassern. Aber ist das alles nur gutes Marketing oder tun Sie sich, Ihrer Darmflora und damit Ihrer Gesundheit etwas Gutes?
Wenn Ihnen nun der Begriff „Mikrobiom“ nicht auf Anhieb geläufig sein sollte und Ihnen Ihre Gesundheit am Herzen liegt, dann folgen Sie doch einfach diesen wenigen Zeilen auf dem Weg durch den probiotischen Dschungel. Und am Ende wissen Sie, welche probiotischen Lebensmittel wirklich sinnvoll und ihr Geld wert sind.

Aber was sind Probiotika?

Simpel ausgedrückt, sind Probiotika sind die „guten“ in Ihrem Darm lebenden Bakterien. Im Darm sind zehn Mal mehr mikrobielle Zellen als im Rest Ihres Körpers. Diese Probiotika-Anhäufung, dem Mikrobiom, enthält rund 100 Billionen Mikroben. Das entspricht mehr als 5.000 verschiedene Bakterienarten.

Das Human Microbiome-Projekt versucht seit dem Jahr 2008, das Mikrobiom des Menschen zu klassifizieren und herauszufinden, wie diese Mikroorganismen unsere Gesundheit beeinflussen. Im Zuge dieses Projekts haben die Forscher herausgefunden, dass im Vergleich zur DNA der Menschen, die zu beinahe 99 Prozent identisch ist, die Mikrobiom-DNA nur zu ungefähr zehn Prozent übereinstimmt. Während Person A 90 Prozent das Bakteriums YY in seinem Mikrobiom trägt, hat Person B vielleicht 90 Prozent des Bakteriums XX in sich. Das Mikrobiom ist also keine Einheitsgröße wie die genetische DNA, sondern ist in der Tat sehr individuell.

Wie wählt man ein Probiotikum?

Vieles ist im Zusammenhang mit dem Mikrobiom noch nicht erforscht. Nach den neuesten Erkenntnissen aber, glaubt man zu wissen, dass der Verzehr von Probiotika zu einem gesunden Mikrobiom beiträgt. Ein intaktes Mikrobiom hat ein gesünderes Immunsystem. Auch haben die betreffenden Personen weniger Übergewicht. Wenn Sie den bisherigen Text aber aufmerksam gelesen haben, werden Sie zu recht anmerken, dass es so viele unterschiedliche Mikrobiome wie Menschengibt. Was ist das das richtige oder besser, dass effektivste Probiotikum? Das ist eine berechtigte Frage. Um es einfach zu machen, sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass es kein Universal-Probiotikum gibt. Als Grundregel aber gilt: Je mehr Bakterienstämme und -Kulturen enthalten sind, desto besser ist das Probiotikum.

Doch welche sind dies?

1.      Probiotische Ergänzungsmittel

Nahrungsergänzungsmittel sind keine Medikamente und unterliegen daher nicht gewissen Standards. Dies kann bedeuten, dass jeder Hersteller von probiotischen Nahrungsergänzungsmitteln, seine eigenen Formel mit unterschiedlichen Bakterienstämmen und anderer Kulturen-Anzahl produziert. Was wiederum dazu führt, dass es eine schier endlose Zahl von Anbietern und Produkten auf dem Markt gibt.

Doch was sollte man tun? Eigentlich ist es nicht so einfach, sich für das richtige Nahrungsergänzungsmittel zu entscheiden. Versuchen Sie doch einfach eines, das möglichst viele Kulturen und Stämme hat. Ein sehr guter Wert sind hier Kapseln mit ca. 50 Milliarden lebenden Kulturen und 10 probiotischen Stämmen. Dies ist aber lediglich ein Richtwert! Es erscheint auch sinnvoll, auf bekannte Marken zurückzugreifen. Vor allem, wenn diese in klinischen Studien als seriös eingestuft wurden.

2.      Kefir

Dieses Milchprodukt enthält viele lebende und aktive Bakterienkulturen bereits von Natur aus. Nebenher ist Kefir noch reich an Eiweiß, Kalzium und Vitamin D. Als Ersatz für die Menschen, die nicht jeden Morgen eine Pille einwerfen wollen, ist das ein tolles Probiotikum. Kefir passt auch hervorragend in den morgendlichen Smoothie.

3. Sauerkraut

Fermentierte (lat. für Gärung) Lebensmittel wie Sauerkraut, verfügen über sehr viel Probiotika. Manche Sorten haben bis zu achtzig Milliarden lebende Kulturen und fünf Bakterienstämme. Mit ganzen vier Gabeln dieses köstlichen Lebensmittels nehmen Sie die genannte Menge an Probiotika zu sich. Ideal ist die Aufnahme von nicht pasteurisiertem Kraut, was den Nebeneffekt hat, dass es weitaus frischer schmeckt. Kaufen Sie es am besten beim Metzger oder im Supermarkt als Frischware aus dem Eimer.

Sauerkraut hat aber auch den Nachteil, dass Sie es nicht täglich essen. Und das führt dazu, dass Sie nicht genug davon essen, um den Genuss seiner probiotischen Vorteile zu gelangen. Versuchen Sie doch einfach, das Sauerkraut stärker in Ihren Speiseplan zu integrieren.

4.      Kombucha, Probiotisches Wasser und Trinkessig

Alle in der Kapitelüberschrift genannten Getränke sind, die Probiotika betrachtend, gleich. Sie sind einfach nicht so probiotisch wie die zuvor genannten Lebensmittel. Was dazu führt, dass manche Forscher sogar behaupten, dass deren probiotischer Mehrwert in Richtung Null tendiert. Sie sind im Grunde keine schlechten Quellen für Probiotika, aber auch nicht die stärksten. Aber sie löschen den Durst. Und damit erfüllen sie ja schon einmal einen Zweck.

5.      Backmischungen

Der Gesundheitswahn treibt manchmal seltsame Blüten. So gibt es mittlerweile sogar Backmischungen, denen Probiotika zugefügt worden sind. Meist enthalten diese Mischungen, neben so gruseligen Zutaten wie Mais-Öl oder Farbstoffen, lediglich nur einen Bakterienstamm. Wenn man dann noch bedenkt, dass Bakterien die hohen Temperaturen im Backofen wohl nicht überleben dürften, muss man nicht lange überlegen, wem diese Backmischungen nutzen.

Na? Haben Sie nun ein genauere Vorstellung, was Probiotika sind und was diese in unserem Körper bewirken? Sollten Ihnen dieser Beitrag ein wenig gefallen haben, würde es mich freuen, wenn Sie diesen liken oder teilen würden. Auch über einen Kommentar freue ich mich.



 

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