Märchenbücher für Erwachsene – 4 zauberhafte Titel

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“Es war einmal …” mit diesen Worten beginnen viele bekannte Märchen. Oft kennen wir die Erzählungen aus der Feder der Gebrüder Grimm, Hans Christian Andersen und Co., noch aus unserer Kinderzeit. Als uns die Eltern kurz vor dem Schlafengehen noch eine Geschichte erzählten oder aus einem Märchenbuch vorlasen. Doch die Erzählungen waren nie ausschließlich für Kinder gedacht. Mit ihren teilweise lehrreichen Aussagen richten sie sich auch an Erwachsene. Wir haben eine kleine Auswahl guter Märchenbücher für die Großen zusammengestellt: 

Buchtipp Nr. 1: “Der nordische Märchen- und Sagenschatz” von Erich Ackermann

  • Herausgeber: Anaconda
  • Originalsprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 800 

Lass Dich in die mystische Welt der nordischen Sagen und Märchen entführen und entdecke zauberhafte Erzählungen aus dem hohen Norden. Trolle, Naturgeister, Riesen, Wichtel und auch Hexen hauchen den Geschichten leben ein. Auf über 800 Seiten erfährst Du, wie sich Menschen in der magischen Welt und rauen Landschaft ihrer Zeit behaupten konnten. Die letzten Seiten des Buches stehen den Göttern der Edda zu. Geschichten, die aus einer Zeit stammen, als die Wikinger noch ihr Unwesen trieben.

“Der nordische Märchen- und Sagenschatz” ist eine Sammlung unterschiedlicher Geschichten, zusammengetragen aus dem  Lappland, Island, den Färöer-Inseln, Dänemark, Norwegen, Schweden und dem Baltikum. Erich Ackermann hat versucht, eine bunte Mischung zu schaffen, welche den Charakter und Charme der Bewohner der nordischen Länder widerspiegelt und über Jahrhunderte hinweg erzählt wurden. 

Einige Käufer merken in ihren Rezensionen an, dass ihnen viele Erzählungen bekannt vorkommen und starke Ähnlichkeiten zu populären Märchen aufweisen. Das ist kein Versehen und lässt sich logisch begründen: Die Märchenerzähler vergangener Tage, wie beispielsweise Gebrüder Grimm, haben selbst nur bekannte Geschichten aus dem Volk gesammelt und in Reinform gebracht. Es ist deswegen wenig verwunderlich, dass einige Erzählungen sich in ihrer Grundform ähneln. Die Göttersagen kommen mit knapp 80 Seiten leider etwas zu kurz. Hier hätten sich einige Leser etwas mehr Inhalt gewünscht.

Buchtipp Nr. 2: “Rauhnächte – Märchen für Erwachsene” von Isabella Farkasch

  • Herausgeber: Goldegg Verlag 
  • Originalsprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 266 

Die 12 Nächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag sind magisch. Unsere Vorfahren glaubten, dass in dieser Zeit die Grenzen zwischen den Welten verschwimmen und das Tor zum Geisterreich offen stehe. Den Höhepunkt der Rauhnächte, zu Silvester, bildet die Wild Jagd. Das Buch ist nicht nur eine Sammlung besonderer Märchen rund um diese spezielle Zeit. Zusätzlich hat die Autorin auch interessante Fakten rund um die Herkunft und die Symbolik der Raunächte zusammengetragen. 

Woher stammt der Glaube an die Raunächte? Und welche Neujahrsbräuche blieben bis heute erhalten? Neben vielen zauberhaften Geschichten versucht Isabella Farkasch, diesen Fragen auf den Grund zu gehen. “Rauhnächte” ist eine interessante Lektüre für Erwachsene, welche sich für alte Traditionen und Erzählungen interessieren. Die knapp 266 Seiten reichen kaum aus, um alle Geschichten und Informationen zu diesem Thema ausreichend zu vertiefen.

Buchtipp Nr. 3: “Märchen für die Seele – Märchen zum Erzählen und Vorlesen” von Heinrich Dickerhoff

  • Herausgeber: Königsfurt-Urania Verlag 
  • Originalsprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 384

Märchen sind Wegbegleiter in stürmischen Zeiten und laden am Ende eines stressigen Alltags zum Träumen und entspannen ein. Dieses Buch enthält die Märchen aus drei Bänden der Europäischen Märchengesellschaft und ist gleichzeitig doch mehr, als ein gewöhnlicher Sammelband. Die Erzählungen werden aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, ein Autor gibt im Anschluss seine persönliche Meinung und Gedanken dazu wider. 

Märchen sind wichtig und dienen Kindern und Erwachsenen gleichermaßen als Kraftfutter. Dabei erzählen die Geschichten vom Leben und all seinen Gefahren. Die Lektüre ist gespickt mit bekannten und teilweise unbekannten Erzählungen. Welche den Leser für einige Minuten dem Stress oder der Langeweile entfliehen und eigenen Gedanken nachhängen lassen. Die kurzweiligen Märchen sind auch optimal dazu geeignet, um sie älteren Menschen vorzulesen.

Buchtipp Nr. 4: “Hüterin der Märchen” von Johanna Schober und Stefan Renner

  • Herausgeber: Manuela Kinzel Verlag 
  • Originalsprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 156

Märchen sind magisch und können in stressigen Zeiten Nahrung und Heilung für die Seele sein. Und genau jene Geschichten soll die junge Dilara für ihre Großmutter schreiben. Jene folgt diesen Wunsch und schafft einzigartige Erzählungen. Denn die Märchen, welche das Mädchen erzählt, transportieren positive Lebensbotschaften, vermitteln Zuversicht und regen dennoch zum Nachdenken an. 

Die Natur und eine gehörige Portion Lebenserfahrung sind die Inspirationsquellen von Johanna Schober. Das Buch “Hüterin der Märchen” ist keine Sammlung bekannter Märchen, sondern vielmehr der Versuch, jene in der modernen Zeit neu zu schaffen. Und das ist der Autorin definitiv gelungen. Die Geschichte von Dilara und Alina zieht jeden Leser in ihren Bann. Wie zufriedene Käufer berichten, können auch Menschen mit Handicap der Erzählung problemlos folgen. Nach knapp 156 Seiten ist der Lesespaß leider auch schon vorbei. 

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