Bundestagsmandat – ein Job wie jeder andere?

Bundestagsmandat – ein Job wie jeder andere?

 Bundestagsmandat – ein Job wie jeder andere?

Politikerinnen und Politiker lassen sich gerne zum Abgeordneten in den Bundestag wählen. Beachtet man den Wahlkampfaufwand, der betrieben wird, muss das ein hochinteressanter Job sein, so als Bundestagsabgeordneter.

Und gelegentlich erkrankt der eine oder andere Volksvertreter und gibt seinen Posten im Parlament der Bundesrepublik Deutschland frei. Das ist verständlich und legitim. Gesundheit beziehungsweise Krankheit sind wichtiger als viele andere Dinge. Auch als ein Bundestagsmandat.

Wie sieht es aber mit anderen Begründungen aus? Meistens werden dann “persönliche Gründe” genannt.

Doch was sind diese “persönlichen Gründe”?

Meiner Meinung nach können alle nicht offiziellen Ursachen als “persönliche Gründe” klassifiziert werden können. Das dürften auch besser bezahlte oder wichtigere Jobs sein, als die öde Tätigkeit im Bundestag. Oder Frau/Mann hat einfach keine Lust mehr. Oder die Merkel geht einem auf den Geist. Oder das Essen in der Bundestagskantine hat keine drei Sterne mehr.

Sie sehen, Gründe wird es genug geben. Und dann auch noch die ständigen Fragen und Anstöße aus der Medienwelt. Ganz zu schweigen von den ganzen penetrant nervigen Wählern, die ständig rummeckern. So kann  man sich ja auch gar nicht auf die einzig wichtige Aufgabe, die Lobbyarbeit, konzentrieren.

Andrea Nahles und Sigmar Gabriel

Nun ging kürzlich die Meldung durch die Medien, dass Sigmar Gabriel/SPD sein Bundestagsmandat zum 01.11.2019 niederlegen wird. Gleiches tat Andrea Nahles/SPD ebenfalls zum ersten November. 

Was sagt der Wähler dazu?

Nun, hätte ich eine der beiden oben genannten Volksvertreter gewählt, so würde ich zunächst erwarten, dass sie ihr Mandat für die vollen vier Jahre ausfüllen. Und das dann auch noch gut.  

Sollte diese von mir mitgewählte Person oder ein naher Angehöriger nun ernsthaft erkranken, wäre ich der letzte Wähler, der etwas gegen die vorzeitige Rückgabe des Bundestagsmandates einwenden würde.

Doch wie sähe es aus, würden Sigmar S. und/oder Andrea N. einen gut bezahlten Job, beispielsweise in der Wirtschaft, annehmen würde?

Ganz einfach. In diesem Fall würde ich vom Betrug am Wähler reden. Denn eine Legislaturperiode dauert nun mal vier Jahre. Und gewählt ist gewählt. Da gibt es nur ganz wenige Gründe, die ein vorzeitiges Ausscheiden rechtfertigen würden. Ein besserer Job ist aber ganz gewiss kein triftiger Grund dafür.

Was denken Sie?

UPDATE vom 05.11.2019

Heute hat Sigmar Gabriel verlauten lassen, dass er ‘nach reiflicher Überlegung’ für den Job als VDA-Chef in der Autolobby nicht zur Verfügung stehe. Gut so. Da hat die vielfache Berichterstattung ja doch etwas erreicht.

Eine Frage stellt sich mir dennoch: Warum musste ein Sozialdemokrat wie Sigmar Gabriel über dieses Jobangebot überhaupt nachdenken? 

 

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