Warum wir wiegen, was wir wiegen

Jeder Mensch hat ein Gewicht, das sich hauptsächlich aus den Bestandteilen Muskeln, Knochen, Organe, Fett und Wasser ergibt. Eine ganz bedeutende Größe des Körpergewichts ist das Körperfett.
Doch weshalb lagert der Körper die Fette eigentlich ein? Gibt es auch gute Fette?

Gut. Fett macht uns nicht nur dick. Nein, es ist ein wichtiger Energieträger, reguliert unsere Körpertemperatur, legt Vitaminvorräte an und schützt unsere Gelenke und Organe. Es wird in zwei Kategorien aufgeteilt: essentielle und nicht-essentielle Fette.

Beginnen wir mit dem „guten“ Fett, dem essentiellen. Es wird im Körper in den Knochen, den Muskeln und in den Organen gelagert, um die Temperatur zu regeln und ganz wichtig, im Falle einer Krankheit oder in Zeiten des Mangels, dem Körper die notwendige Energie zu liefern.

Sie vermuten richtig. Das nicht-essentielle Fett ist das weniger gute. Es ist, ehrlich gesagt, überflüssig. Deshalb nennt man es auch „überschüssiges Körperfett“, das keine Notwendigkeit für den Körper hat. Daher „deponiert“ der Körper dieses Fett für magere Zeiten. Manchmal kann man den Eindruck gewinnen, dass uns ganz, ganz magere Zeiten erwarten. Aber ernsthaft.  Ist die Menge an nicht-essentiellen Fetten zu hoch, kann das gravierende Gefahren für unseren Organismus zur Folge haben.

Doch woher weiß ich, dass der Anteil an nicht-essentiellen Fetten in meinem Körper zu hoch ist?

Nun, die Körperfettmessung liefert Aufklärung. Liefert aber keine gemeingültige Aussage über den Gesundheitszustand. Vertrauen Sie bitte nicht darauf, dass der BMI (Body Mass Index) Ihren Körperfettanteil zufriedenstellend wiedergibt. Das kann er nicht, denn er berechnet sich lediglich aus dem Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße. Eine Körperfettmessung ist da weitaus präziser.

Eine weit verbreitete Messvariante ist die BIA (Bio-elektrische-Impedanz-Analyse), die in vielen Fitnessstudios angeboten wird. Aber auch die Hautfaltenmessung, die Ganzkörper-DEXA-Messung oder die Luftverdrängungsplethysmographie sind Möglichkeiten, den Körperfettanteil zu bestimmen.
Weitere Informationen zu den Mess-Arten finden Sie bei Wikipedia

Wie groß sollte der Körperfettanteil sein?

Der Anteil von Körperfett sollte bei Frauen im Bereich zwischen 14% und 31%, bei Männern zwischen 6 und 24 Prozent liegen.

„Das ist gemein“, werden Sie als Mann jetzt sicherlich denken. Warum haben Frauen von Natur aus mehr Fett als Männer? Um genau zu sein, zwischen 6 und 10 Prozent mehr. Die Begründung ist so einfach wie logisch. Frauen können schwanger werden. Und damit der Fötus auch mittels eigener Reserven ernährt werden kann, lagern Frauen Fett als Energiereserve für eine Schwangerschaft ein.

Welche Risiken birgt ein hoher Körperfettanteil?

Viele gesundheitliche Probleme können durch zu viel Körperfett begünstigt werden. Typ 2 Diabetes, Herzinfarkt, hoher Blutdruck und hohe Cholesterinwerte können Ergebnisse von zu hohem Körperfettanteil sein. Einfach formuliert gilt: Mit steigendem Körperfettanteil steigt die Wahrscheinlichkeit für eine chronische Erkrankung.

Gibt es Risiken bei zu niedrigem Körperfettanteil?

Ja, die gibt es. Einige wichtige Vitamine sind nur in Kombination mit Fett löslich. Fehlt das Fett, kann der Körper diese Vitamine nicht mehr aufnehmen. Findet der Körper keine Fettreserven mehr, greift er auf die Muskulatur zurück, was den Körper schwächt. Magen-Darm-Beschwerden, Herz-Kreislauferkrankungen und ein schwaches Immunsystem können die Folge sein. Sie sehen also, dass es nicht nur das Problem des Überbestandes gibt. Der menschliche Körper kann auch einen Fettmangel aufweisen.

Wie verringere ich den Fettanteil in meinem Körper?

Diese Frage stellen Sie sich nun zu recht. Die Antwort ist so einfach wie schwer. Sport und gesunde Ernährung helfen.
Ideal sind alle Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren, Laufen und Nordic-Walking. Dabei bitte berücksichtigen, das Training im aeroben Bereich durchzuführen (mehr dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Aerobe_Schwelle). Intervalltraining ist ebenfalls sehr effektiv, aber sehr anstrengend und nur für den trainierten Sportler geeignet.

Bei der Ernährung versorgen Sie Ihren Körper am besten gesund und ausgewogen. Dabei sollte die  Kalorienaufnahme geringer als der Kalorienverbrauch sein. Achten Sie, um dem Muskelabbau entgegenzuwirken, auf ausreichende Aufnahme von Eiweiß.

Frauen in %Männer in %
Gut trainiert14 – 206 – 13
Fit21 – 2414 – 17
Geht so25 – 3118 – 24
Zu viel> 32> 25
Essentielles Körperfett10 – 132 – 5

Bleiben Sie gesund! Pendels Sie Ihren Körperfettanteil entsprechend der Tabelle ein!


 


 

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