Der wahre Grund für die Corona-Fälle in deutschen Schlachthöfen

Deutschlands Schlachtbetriebe sind Corona-Hotspots

Stand heute (18.06.2020) sind in Europas größtem Schlachtbetrieb in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh/NRW) 730 Mitarbeiter der Tönnies-Gruppe positiv auf Corona getestet worden. Die Abstriche  von weiteren rund 5.400 Arbeitskräften in dieser Schlachtfabrik werden in den nächsten Tagen genommen und deren Ergebnisse dürften einen weiteren Anstieg der Infiziertenzahl zur Folge haben.  

Doch warum ist das so?

Nun, in Schlachthöfen herrschen von Natur her niedrige Temperaturen im Bereich von 5 bis 12 Grad Celsius. Das Corona-Virus fühlt sich bei niedrigen Temperaturen wohler und dürfte sich im Klima der Schlachtanlagen gut verbreiten können. In Schlachthöfen der Dimension von Fabriken, arbeiten wie in Rheda-Wiedenbrück bis zu 7.000 Menschen. Rund 55.000 Schweine werden dort täglich gekeult. Diesen Job machen vorrangig Menschen aus Rumänien und Bulgarien zum Mindestlohn, abzüglich horrender Preise für eine menschenunwürdige  Unterkunft und Gebühren für die Vermittler dieser Sklavenhaltung. 
Dabei sind die Schlachthof-Betreiber fein raus, weil sie die Mitarbeiter per Werkverträgen rekrutieren und daher nicht für Arbeitsbedingungen sowie Unterbringung verantwortlich sind. 
Mal abwarte, ob diese Praxis per Gesetz abgeschafft werden kann. 

Der wahre Grund

Das sind SIE. Jawohl, Sie. Natürlich nur, sofern Sie nicht Veganer sind und Billigfleisch beim Discounter. Denn Aldi & Co sind die Preistreiber nach unten. Immer billiger und nochmals billiger muss das Schnitzel sein, dass Sie in handlichen Kunststoffverpackungen und mit Gasen haltbar gemacht zu wahren Aldi-Preisen kaufen. 
Glauben Sie, dass das ‘Meine Metzgerei Rinderhackfleisch‘, welches aktuell für 2,29 Euro je 500 Gramm Packung bei Aldi-Süd zu haben ist, hochwertig ist und dann auch noch von glücklichen artgerecht, aufgezogenen Rindern stammt? Glauben Sie allen Ernstes, dass diese Rinder gemäß der Tierschutzrichtlinien in den Massenschlachtereien getötet wurden?

Oder einfach gefragt: Können Sie sich vorstellen, dass man Tierschutz und Fleischqualität für 4,58 Euro das Kilogramm bekommen kann?  

Es muss sich etwas ändern

In unseren Köpfen muss sich die Denkweise ändern. Dabei fordere ich nicht dazu auf, vegan zu leben und vollständig auf tierische Produkte zu verzichten. Nein, vielmehr geht es mir darum, dass wir mehr Qualität essen und auch das Tierwohl in den Fokus rücken sollten. Denn Geiz ist nicht geil, sondern armselig. Er bringt uns dazu, minderwertige Lebensmittel zu uns zu nehmen. Der Geiz führt zur Ausbeutung von Menschen in den Schlachthöfen und nicht zuletzt zu Tierquälerei.

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