Expertentipps zum Klettersteiggehen

Was ist das eigentlich?

Klettersteiggehen

Klettersteiggehen entwickelt sich immer mehr zu einer Trendsportart. Doch was ist Klettersteiggehen überhaupt?
Nun, das ist im Grunde schnell erklärt. Beim Klettersteiggehen handelt es sich gut gesichertes Klettern sogar in steilen Felswänden, ohne Bergsteiger oder Extremkletterer zu sein.  Dabei unterscheidet man drei Schwierigkeitsgrade.

  1. Vorsichtige Anfänger beginnen auf einfachen Wanderwegen, die mit gesicherten Passagen versehen sind. Das können beispielsweise kleine Gipfelanstiege sein. Man bezeichnet diese auch als versicherte Steige.

  2. Die klassische Klettersteige gilt für alle Schwierigkeitsgrade und ist somit für Anfänger und Fortgeschrittene vorgesehen. Diese Klettersteige sind auf ganzer Strecke mit einem Drahtseil versehen und haben oftmals Leitern, Seilbrücken oder Eisentritte.

  3. Sportklettersteige stellen hohe Anforderungen an Körper, Klettertechnik und Ausstattung. Daher sollen sie hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt werden. 

Klettersteig 3

Würden Sie da mitklettern wollen?

Wenn Sie sagen; “Ja klar. Warum nicht?”, dann sollten Sie weiterlesen. Denn Klettersteiggehen ist zwar sicher, aber nur in Verbindung mit der richtigen Ausrüstung und einer vernünftige Ausbildung. Viele staatlich geprüfte Berg- und Skiführer bieten solche zwei- bis dreitägigen Kurse an. Bezüglich der Ausrüstung finden Sie in gut sortierten Onlineshops ausreichend Informationen und Auswahl.

Zwingend erforderlich ist ein Klettersteigset. Ein Klettersteigset ist keine Komplettausrüstung für’s Klettersteigen, sondern ‘nur’ ein so genannter Bandfalldämpfer mit Lastenarmen und Karabinern.  Helm, Handschuhe, Schuhe und Klettergurt komplettieren das Kletter-Equipment.

Zudem sollte man die Wahl der richtige Kleidung nicht unterschätzen. Ergänzen kann man seine Ausrüstung noch um Trinkflaschen, Gaskocher und mit Vielem mehr.

Die Ausrüstung ist das Eine. Das Andere sind die Technik und die Ausbildung. Die Grundlagen erlernen Sie, wie bereits erwähnt, am besten bei einem Fachmann, also Berg und/oder Skiführer. Dieser wird Ihnen die zwei Grundsätze des Klettersteiggehens einprägen. 
Immer gesichert sein und auch wenn es logisch erscheint: Nie stürzen.

Mindestens genauso wichtig ist das Anseilen, welches absolut gewissenhaft erfolgen sollte, sowie die Kontrolle durch den Kletterpartner. Beides kann Ihr Leben im Fall des Falles retten. Checken Sie grundsätzlich diese Punkte. Nur so können Sie beruhigt starten:

  1. Ist der Klettergurt korrekt angelegt?
  2. Sind alle Schlaufen geschlossen?
  3. Sitzt das Klettersteigset richtig?
  4. Ist der Helm fest und verschlossen?
  5. Ist das Erste-Hilfe-Set im Rucksack jederzeit erreichbar?

Lassen Sie sich niemals absichtlich in Ihr Klettersteigset fallen. Auch ausruhen sollten Sie nicht in Ihrem Set. Denn das Klettersteigset dient ausschließlich der Sicherung und für den Sturz, dem Abbremsen desselben. Durch ‘Hängenlassen’ oder Ausruhen im Klettersteigset wird dieses unnötig belastet, was dazu führen kann, dass es zu Sollbruchstellen kommt, noch ehe ein Sturz erfolgt. Dies kann im schlechtesten Fall zum Reißen des Sets im Notfall führen. Und falls Sie in Ihr Klettersteigset gefallen sein sollten, MÜSSEN die Bandfalldämpfer vor der nächsten getauscht werden!

Ansonsten kann ich Ihnen nur den Tipp geben, die Ratschläge aus Ihrer Ausbildung zu beherzigen. Mit der richtigen Ausbildung in Kombination dazu, werden Sie sicher viele tolle Erlebnisse beim Klettersteiggehen haben.

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