Holzöfen verpesten die Luft – aber Silvesterfeuerwerk verbieten

Holzöfen verpesten die Luft – aber Silvesterfeuerwerk verbieten

Es ist mal wieder Umwelthilfe-Zeit

Wie jedes Jahr erschallt auch aktuell wieder der Ruf nach einem Verbot des Silvesterfeuerwerks. Und immer mehr Menschen schlagen sich auf die Meinungsseite der Deutschen Umwelthilfe. Zum einen, weil wir in Deutschland immer noch nicht genug Verbote haben und zum anderen, weil es immer Menschen gibt, die liebend gerne eine “Sau durch’s Dorf jagen”. Ich erinnere da nur an das “Nichtraucher-Schutzgesetz”. Man hackt solange auf den entsprechenden Personen oder Personenkreisen herum, bis die Politik sich genötigt fühlt, ein weiteres Verbot zu formulieren. Und schon ist man wieder auf der Suche nach einem neuen Thema.

Doch dies nur am Rande. Mir geht es vielmehr um die Verlogenheit unserer Gesellschaft, wenn es um so genannte Streitthemen, wie etwa das Verbot von Feuerwerk an Silvester geht. Ich meine, sind wir mal ehrlich. Die halbe Stunde im Jahr, an denen das Feuerwerk stattfindet, ist doch nicht wirklich umweltschädlicher als die immer größer werdende Zahl installierter Holzofen.

Und damit sind wir auch beim Kern dieses Beitrages

Betrachten wir einmal ein ganz normales Kalenderjahr; nicht ein Schaltjahr wie 2020. Solch ein Jahr hat 8.760 Stunden. Zu Silvester wird großzügig gerechnet eine Stunde Feuerwerk veranstaltet. Und nun schauen wir etwas genauer auf Holzöfen, Kamine und sonstige Holz-Verbrennungsvorrichtungen. Besonders in den kühlen und inversionsarmen Monaten (Monate – nicht Stunden. Sie merken den Unterschied?) wie im November, fällt mir das Atmen in der Umgebung zusehends schwer. Manchmal brennen mir sogar die Augen von dem Mief, den die vielen Holzöfen in der Umgebung verursachen. Weht dann wirklich kein oder kaum Wind, ist es nahezu unmöglich ein Fenster zu öffnen, ohne verhindern zu können, dass die eigene Bude nach verbranntem Holz stinkt.

Mit steigenden Brennstoffpreisen wird die Zahl der Holzstinker noch weiter zunehmen

Wenn man dann noch etwas genauer hinschaut, fallen einem sehr schnell auch die vielen Terrassen-Feuerstellen auf, die im Frühjahr bis zum Herbst  betrieben werden. Auch darin werden, Sie vermuten richtig, Unmengen Holz verbrannt. Ganz abgesehen von den schier endlos vielen Tonnen an Holzkohle, die auf Deutschlands Grills in Flammen beziehungsweise Glut aufgehen.

Ist Silvesterfeuerwerk nun wirklich schädlicher? 

Ehrlich gesagt, habe ich da so meine Zweifel, ob die Deutsche Umwelthilfe redliche Gründe verfolgt. Oder geht es ihr vielmehr darum, mit möglichst öffentlichkeitswirksamen Themen Erträge und Reputation zu erwirtschaften? Dabei springen viele Menschen auf den Zug auf und greifen die Veranstalter von Silvesterfeuerwerk im Extremfall sogar körperlich an. Alles zum Wohle der Umwelt und der Tierwelt – versteht sich.

Ich bin einmal gespannt, auf wen sich die Meute als nächstes stürzt, wenn dann das Feuerwerk zum Jahresanfang Geschichte sein wird. Ein Verbot von Buffets in Restaurants, das könnte ich mir als nächste Sau vorstellen, die man mir großem Eifer durchs oben erwähnte Dorf treibt.

Von Themen wie dem miserabel ausgestatteten ÖPNV, viel zu vielen Autos auf den Straßen, Helikoptereltern, die ihren Nachwuchs selbst zum Freund um die Ecke noch mit dem Familien-SUV chauffieren oder der unfähigen Klimapolitik in Bund und Ländern, lassen wir mal lieber die Finger. Die treiben lassen sich so schlecht treiben.

Hinweis:

Lieber Leser,

ich bitte Sie um Entschuldigung, sollten Sie sich durch die vorangehenden Worte auf die Füße getreten fühlen. Quatsch. Es war meine Absicht, den Finger in die Wunde zu legen und die Doppelzüngigkeit unserer Gesellschaft anzusprechen. Und wenn nur einer, über das Geschriebene nachdenkt und feststellt, dass ich recht habe, dann habe ich das Ziel dieses Beitrages erreicht. Denn Nachdenken, Innehalten und Toleranz zeigen, das tun wir viel zu wenig.

Als Beweis für diese These dienen im übrigen die Wahlerfolge der AfD. Denn bei deren Wählern fehlt es ganz offensichtlich an Nachdenken, Innehalten und Toleranz. Und da liegt eines der größten Probleme in unserem Land.






 

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