Heute möchte ich Ihnen einen Sportler vorstellen, dessen Geschichte mich beeindruckt hat. Der Einfachheit halber nenne ich ihn Peter.

Im Jahr 2010 war Peter beileibe kein Läufer. Um ehrlich zu sein, war er noch nie mehr als einen Kilometer am Stück gelaufen. Obwohl er eigentlich nicht unsportlich war. In der Schule spielte er Handball und warf den Speer in der Leichtathletik. Dort dafür waren Sprintereigenschaften gefordert. So war Peter ein absoluter Nicht-Läufer. Und an diesem Zustand wollte er auch nichts ändern.

Aber Peter war in einer persönlichen Krise. Er hatte keinen Job und in Zeiten der Wirtschaftskrise auch keine Chance, überhaupt ein Jobangebot zu erhalten. Und während die Leute in seinem Bekanntenkreis um die Welt reisten oder Karriere machten, hockte er im Keller seines Elternhauses und wusste nichts mit sich anzufangen. Bis er sich eines Tages hinsetzte und eine Liste von Dingen machte, die er wirklich einmal machten wollte.

Zunächst schien alles auf dieser Liste unmöglich zu tun und so resignierte er fürs Erste. Für die folgenden Tage verfiel er wieder dem Nichtstun, bis sein Blick erneut auf dieses Blatt Papier fiel. Und bei genauerer Betrachtung fiel ihm ein Punkt auf, den er eigentlich doch tun konnte. Er konnte einen Triathlon machen. Diesen hatte er beim ersten Mal übersehen.

Jedoch wusste er nichts über einen Triathlon. Außer der Tatsache, dass so etwas super-anstrengend und einfach die Hölle sein musste. So viel hatte er im TV bereits mitbekommen. Die Kombination aus Schwimmen, Fahrradfahren und Laufen wirkte auf den ersten Blick doch auch interessant. Viel abwechslungsreicher als einen Marathon über vier oder fünf Stunden zu laufen. Was für ihn damals viel zu langweilig war. Da seine Liste keine weitere Alternative für ihn zur Verfügung stellte (die 100.000 Euro Altersvorsorge hatte er nicht auf der Bank und die dreiwöchige Urlaubsreise nach Mexiko scheiterte ebenfalls am Vermögensstand), entschied er sich für einen kleinen Rahmen und meldete sich bei einem Indoor-Triathlon an.

500 Meter Schwimmen, 15 Kilometer Radfahren und drei Kilometer Laufen. Das sollte doch im Becken sowie auf den Spinningrädern und Laufbändern des örtlichen Hallenbades machbar sein. Für diese lokale Veranstaltung mit kleinerer Teilnehmerzahl meldete er sich an. Er hatte zu oft gesagt, dass etwas unmöglich sei. Jetzt wollte er sich das Gegenteil beweisen.

Mit diesem Wettkampf hat er sich dann mit dem Bewegungsvirus infiziert. Die logische Folge war, dass er mehr und mehr trainierte und auch die Triathlon-Distanzen immer länger wurden. Denn mit jedem absolvierten Wettkampf, fragte er sich: „Was kommt als nächstes?“

Aus einer Laune heraus meldete er sich eines Tages für einen Halbmarathon an. Während er immer der Meinung war, dass man zwar fünf Kilometer laufen kann, aber fünfzehn einfach zu lang und damit zu langweilig seien, lief er plötzlich einen Halbmarathon.

Was war geschehen?

Peter hatte immer noch nicht das tolle Gefühl beim Laufen. Es machte zwar Spaß, erfüllte ihn aber auch nicht. Doch er war süchtig geworden. Süchtig nach der Herausforderung, herauszufinden, was als nächstes kommt. Wie er sich steigern konnte. Wie er das schaffen konnte, was er früher immer für unmöglich hielt.

Er ging einige Minuten über zwei Stunden in Ziel und hatte sich selbst bewiesen, dass es zwar hart ist, zwei Stunden am Stück zu laufen. Man es aber schaffen kann. Sein erster Gedanke im Ziel war: „Und was kommt als nächstes?“.
Da hatte er endgültig vergessen, wie langweilig es seiner früheren Meinung nach war, mehr als einen Kilometer am Stück zu laufen.

Das Fazit aus diesem „Lauf-Lebenslauf“: Nichts ist unmöglich. Man muss es einfach nur versuchen.

In jedem von uns steckt ein Läufer, äh Sieger. Auch in IHNEN!



 

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