Karl Plepelits – Meine marokkanische Penelope

Buchtipp Nr. 335

Karl Plepelits – Meine marokkanische Penelope

– Marokkanische Penelope? Gehört da nicht auch ein marokkanischer Odysseus dazu?

– Aber sicher. Nur, Marokkaner sind halt beide nicht.

– Und wieso dann “marokkanische Penelope”?

– Weil sie Tochter eines Marokkaners ist. Ein Besatzungskind halt.

– Aha, dann ist das Ganze also so etwas wie eine moderne Odyssee?

– Ja, so könnte man’s fast nennen.

– Das heißt, das Pärchen wird getrennt?

– Genau. Durch seine Schuld.

– Ja, ja. Immer ist der Mann schuld, wie? Na, und dann?

– Dann macht sie sich auf die Suche nach ihrem Vater. Währenddessen wird er, ein moderner Odysseus, in alle Welt verschlagen und flattert, ein menschlicher Schmetterling, von einer weiblichen Blüte zur anderen. Und erlebt unglaubliche Abenteuer, schöne und andere. Aber ungeachtet aller seiner Erfolge bei Frauen trauert er unaufhörlich seiner verlorenen Penelope nach. Erst nach Jahrzehnten findet er sie wieder – und erkennt sie nicht.

Meine marokkanische Penelope
Karl Plepelits scaled

Karl Plepelits

Geboren 1940 in Wien, wuchs Karl Plepelits in Melk an der Donau auf, besuchte das Gymnasium im berühmten Benediktinerstift Melk, studierte Klassische Philologie, Alte Geschichte und Anglistik in Wien und Innsbruck, plagte Schüler mit Latein, Griechisch und Englisch, vertrat die Österreichische Akademie der Wissenschaften als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Thesaurus linguae Latinae in München, leitete Reisende in alle Welt (oder auch in die Irre), veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Artikel auf dem Gebiet der Latinistik, Gräzistik und Byzantinistik, übersetzte griechische Romane der Antike und des Mittelalters (erschienen im Hiersemann Verlag, Stuttgart). Und angeregt durch einige von ihnen, die unglaublich spannend und ergreifend sind, widmet er sich seit Jahrzehnten auch dem aktiven Literaturschaffen.

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