Karl Plepelits – Rache folgt der Freveltat

Buchtipp Nr. 704

Karl Plepelits – Rache folgt der Freveltat

Wie heißt’s bei Schiller? Rache folgt der Freveltat.

Die Frage ist nur: Wann? Gottes Mühlen mahlen bekanntlich langsam. Und unterdessen hat der Frevler reichlich Gelegenheit, weitere Freveltaten zu begehen. Denn wie Sophokles sagt: Ein Sinn, der einmal nur gebar den Frevel, mehr gebiert er Freveltaten noch.

Mit mörderischen Freveltaten beginnt unser Held schon in seiner Jugend. Und nur mit viel Glück entgeht er im Laufe seines abenteuerlichen Lebens der Kerkerhaft, ja sogar dem Schafott, nämlich in Ländern, wo noch die Todesstrafe verhängt wird. Allerdings, den Furien, die sein Gewissen foltern – denen entgeht er nicht.

Welche Macht verführt ihn überhaupt zu diesen Freveltaten?

Antwort: Ausgerechnet die Himmelsmacht der Liebe. Freilich ist es eben diese sonst so sanfte Himmelsmacht, die Gottes Mühlen schließlich doch in rasende Bewegung setzt und den Freveltaten Rache folgen lässt.

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Karl Plepelits

Karl Plepelits

Geboren 1940 in Wien, wuchs Karl Plepelits in Melk an der Donau auf, besuchte das Gymnasium im berühmten Benediktinerstift Melk, studierte Klassische Philologie, Alte Geschichte und Anglistik in Wien und Innsbruck, plagte Schüler mit Latein, Griechisch und Englisch, vertrat die Österreichische Akademie der Wissenschaften als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Thesaurus linguae Latinae in München, leitete Reisende in alle Welt (oder auch in die Irre), veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Artikel auf dem Gebiet der Latinistik, Gräzistik und Byzantinistik, übersetzte griechische Romane der Antike und des Mittelalters (erschienen im Hiersemann Verlag, Stuttgart). Und angeregt durch einige von ihnen, die unglaublich spannend und ergreifend sind, widmet er sich seit Jahrzehnten auch dem aktiven Literaturschaffen.

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