Ja – man darf im Sommer und im Winter laufen

Das Laufen ist nun einmal eine Outdoor-Sportart. Und wer nicht nur ein „Schönwetter-Läufer“ sein möchte, kommt früher oder später zu der Frage: „Wann sind die Temperaturen zu niedrig bzw. zu hoch?“ –„Wo liegen die Temperaturgrenzwerte, innerhalb derer ich gefahrlos laufen können?“
Aktuell haben wir Winter. Sogar eine kalte Temperaturphase. Also wollen wir mit der kalten Jahreszeit beginnen.

Vorweg sei gesagt, dass das Laufen im Winter weniger kompliziert ist, als das im Sommer.
Das beruhigt Sie? Hier noch ein paar Tipps, die Ihre restlichen Bedenken ausräumen sollten.
Grundsätzlich gilt: Mit entsprechender Kleidung (Zwiebelprinzip) können Sie bedenkenlos bis zu Temperaturen von minus 15 °C laufen. Aber keine Regel ohne Ausnahme. Denn die minus 15°C-Grenze gilt nur bei fehlendem oder schwachem Wind. Bei stärkerem Wind lässt uns der „Windchilleffekt“ Temperaturen gefühlt viel niedriger erscheinen. Hier ein paar Werte, um das zu verdeutlichen:

WindgeschwindigkeitTatsächliche Temperatur in °C
100-5-10
Gefühlte Temperatur in °C
5 km/h100-5-10
10 km/h8-3-9-14
20 km/h3-10-16-22
30 km/h1-13-20-27
40 km/h-1-16-23-31

Sie sehen, dass der Wind einen entscheidenden Einfluss auf die „gefühlte“ Temperatur hat. Unter gefühlten minus 30°C sollten Sie keinesfalls laufen. Sie riskieren sonst Erfrierungen der Haut und der Schleimhäute. Für mich persönlich liegt die Grenze bei gefühlten minus 10 °C. Temperaturen darunter sind mir einfach zu kalt.

Wenn das Laufen im Winter einfacher ist, was macht den Sommer schwieriger?
Ganz einfach. Hohe Temperaturen gefährden den Körper, insbesondere das Herz-Kreislaufsystem, mehr als niedrige. Zudem erhöht der Flüssigkeitsverlust das Risiko von Schädigungen.

Aber der Reihe nach. Aus medizinischer Sicht gilt ein Tag im Sommer bei Temperaturen über 27 °C als heiß. An solchen Tagen verlieren Sie während eines Laufes je Stunde über den Schweiß bis zu zweieinhalb Liter mehr Flüssigkeit als bei Temperaturen im Normalbereich. Dazu erhöht sich Ihre Körpertemperatur so weit, dass sogar Fieberwerte erreicht werden können.

Aus diesem Grund sollten Sie folgende einfache Regeln beachten:

  • Laufen Sie am besten morgens oder abends
  • Trinken Sie bereits vor dem Lauf auf „Vorrat“
  • Während Läufen von mehr als 30 Minuten sollten Sie trinken.
  • Besorgen Sie sich einen Laufgurt mit Trinkflasche
  • Laufen Sie nicht länger als 90 Minuten
  • Laufen sie nicht zu schnell. Leichtes Dauerlauftempo ist angesagt.
  • Achten Sie auf die Ozonwerte! 180 Mikrogramm/m³ sind die Obergrenze

Sie sehen, so schlimm war es doch gar nicht. Und wenn Sie diese Punkte beachten, werden Sie auch bei widrigen Temperaturen Ihren Spaß am Laufen haben.   🙂


 


 

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Ein Kommentar auf “Laufen auch bei Hitze und Kälte möglich

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