Das Liegeergometer R7 von AsVIVA im Praxistest

Das Laufen stellt keine optimale Belastungsmethode für den Rücken dar. Um aber einerseits weiterhin regelmäßig Ausdauersport betreiben und gleichzeitig Rückenschonend zu trainieren, empfahl mir die Orthopädin meines Vertrauens ein Ergometer. Idealerweise wegen des aufrechten Sitzens ein Liegeergometer. Da ich meinen Fitnessstand auch in Zukunft erhalten und die Bewegung brauche, entschied ich mich, dem Rat meiner Ärztin Folge zu leisten und machte mich auf die Suche nach einem Liegeergometer. Nach intensiver Recherche, dem Lesen vieler Tests und Rezensionen bin ich auf den R7 Liegeergometer der Firma AsVIVA gestoßen. Dieses Gerät wird im Netz beim Hersteller, ebay und amazon angeboten. Ich entschied mich für die Bestellung direkt im Onlineshop des Herstellers. Nicht zuletzt weil mir dort mit 449 Euro das billigste Angebot vorlag.

Das R7 Liegeergometer von AsVIVA

Ich bestellte den R7 Liegeergometer von AsVIVA im gleichlautenden Onlineshop vormittags an einem Freitag und bezahlte mit Amazon Pay. Eine Bestellbestätigung erhielt ich umgehend. Die Rechnung und die Bestätigung, dass der R7 Liegeergometer in den Versand gegangen seien, gingen bei mir am folgenden Montag ebenfalls vormittags per eMail bei mir ein. Die Lieferung per Spedition wurde mir angekündigt. Zwecks Terminabsprache würde mich der benannte Transporteur kontaktieren. Was dieser auch am Dienstag und die Anlieferung für den Mittwoch avisierte. Der Fahrer stand dann auch am benannten Mittwoch mit einem Riesenkarton (170x33x70cm und 47 kg laut Frachtbrief) vor der Haustüre. Bis dahin – alles gut.

Das Liegeergometer im Aufbau

Nun das Handling des Kartons (dieser musste ins Obergeschoß) war etwas schwierig. Aber das liegt bei einem Gerät dieser Größe auch auf der Hand.
Nach dem Öffnen des Kartons fiel uns sofort die sehr gute Verpackung der einzelnen Bauteile auf. Jedes war einzelnen in Plastiktüten und sehr stabilem Styropor verstaut. So konnte keines der Teile verkratzen oder sonst wie Schaden nehmen. Lediglich der Umweltgedanke meldet sich unter diesem Aspekt mahnend zu Wort.
Zwischen dem Kartoninhalt und der Stückliste gab es erfreulicherweise keine Abweichung, so dass wir uns umgehend an die Montage begeben konnten. Dank der sehr detaillierten und gut beschriebenen Aufbauanleitung war das Projekt „Aufbau des Liegeergometers R7“ auch innerhalb einer guten halben Stunde durch zwei Personen erledigt. Eine einzelne Person braucht, denke ich, eine Viertelstunde länger. Es sind keine besonderen handwerklichen Vorkenntnisse erforderlich. Der Zusammenbau ist wirklich ein Kinderspiel. Lediglich das mitgelieferte Werkzeug, was seinen Zweck zwar ohne Beanstandungen erfüllt, haben wir durch eigenes (Knarre und Schlüssel) ersetzt, weil es effektiver war.

Das Liegeergometer und der erste Eindruck

Im Vorfeld des Aufbaus hatten wir uns schon einen Bodenschutzmatte beschafft, auf der wir das fertige Produkt unserer Arbeit, den Liegeergometer R7, platzierten. Optisch macht das Gerät einen sehr wertigen Eindruck und erinnert eher an ein Liegeergometer aus dem Fitnessstudio statt an ein solches für den Heimgebrauch.
Der verbaute Trainingscomputer, der per Bluetooth zu koppeln ist, hat 12 Trainingsprogramme und ein LED-Display. Vier Benutzer können darüber verwaltet werden. Die Einstellung erfolgt intuitiv. Wer schon einmal im Studio auf einem Ergometer gesessen und diesen eingestellt hat, wird auch hier sofort wissen, was er/sie eingeben muss.

Das Liegeergometer R7 soll auch per Fitness-App „ehealth“ steuerbar sein. Mit dem Charme, dass man auf dem per Bluetooth gekoppelten Tablet Strecken in Googles „Street View“ abfahren kann und zudem die Widerstände des Liegeergometers dem Streckenprofil angepasst werden. Das war auch einer der Gründe für die Kaufentscheidung. Vorbei die Zeit des stumpfsinnigen Strampelns und des Starrens auf den Trainingscomputer. Stattdessen eine virtuelle Fahrt vorbei an Pinienwäldern auf einer Mittelmeerroute. So der Plan.

Das Liegeergometer und die App

Denn so schick, wie es sich liest, funktioniert das alles in der Praxis leider nämlich nicht. Das liegt allerdings nicht an der Bauart oder Qualität des Liegeergometers, sondern vielmehr an der grottenschlechten Realisierung der Applikation „ehealt“. Was diesen Punkt angeht, habe ich bereits Kontakt mit AsVIVA aufgenommen. Vielleicht sind ja auch alternative Apps mit diesem Liegeergometer kompatibel. Denn ganz ehrlich, die empfohlene App „ehealt“ ist mit die mieseste App, die mir jemals untergekommen ist. Einige Fehler der App zur Verdeutlichung, warum ich diese so bewerte:

  • die Übersetzung aus dem Chinesischen ins Englische fehlt an einigen Stellen oder sie springt von alleine ins Chinesische zurück
  • man kann sich nicht anmelden (Fehlermeldung: email error!)
  • die Bluetooth-Verbindung wird oft nicht aufgebaut oder bricht regelmäßig ab
  • man muss eine exakte Position eingeben (Straße und Hausnummer). Das Hineinzoomen in die Karte reicht nicht aus

Da ich bei meinen Versuchen noch nicht über ein Standbild in „Street View“ hinausgekommen bin, kann ich auch noch keinen weitergehenden Angaben zur App-Funktionalität geben. Dazu habe ich aber bereits eine Anfrage an AsVIVA gestellt. Ich warte da noch auf Antwort.

Das Liegeergometer und ein erster Probelauf

Unabhängig von der App kann man selbstverständlich auch ohne Tablet seine Runden drehen. Meine erste Tour auf unserem neuen Liegeergometer R7 dauerte dreißig Minuten und sollte einer ersten Einschätzung dienen. Und ich darf sagen, dass ich vollauf zufrieden mit meiner neuen Anschaffung bin. Der Liegeergometer läuft flüsterleise und die Steuerung über den Trainingscomputer ist sehr einfach. Alle erforderlichen Standardwerte sind abzulesen. Bei der über die Hangriffe gemessenen Herzfrequenz habe ich so meine Zweifel.
Der Sitz ist sehr bequem und stört auch während des ersten Eingewöhnungslaufes zu keinem Augenblick. Lediglich der Sitz wackelt ein wenig auf der Führungsschiene, was zu leichten Geräuschen führt. Ansonsten ist vom Training so gut wie nichts zu hören.

Alles in Allem macht der Liegeergometer R7 von AsVIVA einen sehr guten Eindruck, der bei dem relativ geringen Preis nicht unbedingt zu erwarten war. Ich bin sehr positiv überrascht. Dass die App „ehealt“ sich mir verweigerte, trübt den äußerst positiven Gesamteindruck dieses Gerätes.  Ich werde diesen Beitrag nach weiteren gemachten Erfahrungen ergänzen. Insbesondere mit Hinblick auf die Langzeit- Bewertung und die App-Problematik.

Noch einige technische Informationen

  • 16-facher computergesteuerter Widerstand
  • Bis zu 130 kg Nutzergewicht
  • Permanentes Magnet Bremssystem
  • Schwungmasse 10 kg
  • Gesamtgewicht 42 kg
  • Einstiegshöhe 10 cm
  • LED-Display
  • Bluetooth
  • Handpulssensoren
  • Pulsempfänger für Brustgurte
  • Transportrollen vorne
  • Aufstellmaß 170x64x100 cm
  • …….. und weiteres

Ein kleiner Tipp

Das fertig montierte Liegeergometer benötigt schon eine recht große Stellfläche (Aufstellmaß 170x64x100 cm). Da sich dieses auch nicht zusammenklappen lässt, ist diese Fläche dauert belegt. Bitte bedenken Sie dies vor dem Kauf. Der Platzbedarf ist aber nicht nur bei diesem Gerät so groß. Er ist Bauart bedingt, da die Funktionalität bei einem Liegeergometer von der Vertikalen in der Horizontalen verbaut wurde.

Aktualisierung 16.01.2018

Das Gerät ist auch weiterhin sehr zufriedenstellend. Leider gibt es zur App-Problematik noch keine neuen Erkenntnisse, da die Firma sich noch nicht geantwortet hat. Die Unsitte nicht auf Kundenanfragen zu reagieren, scheint derzeit bei vielen Unternehmen um sich zu greifen. Siehe auch “Aldi-Lotto”


 

 


 

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2 Kommentare auf “Liegeergometer R7 von AsVIVA im Praxistest

  1. Vielen Dank für die Vorstellung dieses Geräts. Ich bin schon länger auf der Suche nach einem guten und preiswerten Ergometer. Ich vermisse aber noch noch den Link zum Shop.
    Habe ich aber auch so gefunden 🙂
    Ich werde mich mal mit meinen Erfahrungen hier melden.

    Viele Grüße
    Peter

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