Literatur in der DDR

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Der Literaturbetrieb der DDR war nach einer Aufbruchstimmung am Beginn der Literaturszene bereits von Anfang an vom Staat gesteuert und dem sozialistischen Gedankengut unterworfen.

Der verordnete sozialistischen Realismus hatte strikte Vorgaben für Schriftsteller. Die Literatur sollte als wichtige Aufgabe den Sozialismus erfüllen und fördern sowie die Bevölkerung sozialistisch erziehen.
Anfangs kehrten noch viele Autoren aus dem Exil zurück und wollten mit der literarischen Arbeit eine bessere, vom Faschismus befreite Gesellschaft aufzubauen.

Der Literaturbetrieb der DDR war aber auch von Anfang an vom Staat gesteuert und einer sozialistischen Ideologie unterworfen. So verordnete die politische Führungselite die Einführung des „Sozialistischen Realismus“. Strikte Vorgaben für Schriftsteller waren die Folge. Zudem sollte Literatur zwei wichtige Aufgaben erfüllen: Aufbau des Sozialismus fördern und die Bevölkerung sozialistisch erziehen.

 

DDR Literatur und der historische Hintergrund!

Die Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Osten zu der Literatur der DDR. Deutschland wurde unter den Siegermächten in vier Zonen der Besatzung aufgeteilt. Die Deutsche Demokratische Republik wurde bereits 1949 auf der sowjetischen Zone gegründet. Nach dem Volksaufstand 1953, gegen das DDR-Regime, verließen viele verärgerte Bürger die Zone. Wegen der immer steigenden Abwanderung vieler Menschen aus der DDR in den Westen wird Anfang 1961 die Berliner Mauer errichtet und eine unüberwindbare Greze gebaut.

 

Das literarische Wirken zu Zeiten der Deutschen Demokratischen Republik

Die Autoren waren in der DDR niemals völlig frei in der Gestaltung. Bereits zum Anfang bestimmte die sowjetische Administration, welches Werk auch gedruckt werden durfte. Den sozialistischen Autoren, wurden kulturelle und politische Aufgaben übertragen.
Die Partei setzte die Literatur zur Durchsetzung ihrer politischen Ziele ein. Nur die Autoren, die sich der offiziellen Kulturpolitik unterordnen und bereitwillig die Mitmenschen sozialistisch-ideologisch beeinflussen, werden gefördert. Künstlerische Selbstständigkeit wird kritisiert und als reaktionär verteufelt. Solche Werke bleiben unveröffentlicht!

Als Literatur der DDR werden die Werke bezeichnet, die von 1945 bis 1990 geschrieben und auch veröffentlicht wurde.
• Nach dem Zweiten Weltkrieg sehen viele in dem Sozialismus die gute Lösung und der ideale Weg.
• Der sozialistische Alltag wurde jedoch von Anfang an ständig von der Staatssicherheit genau überwacht.
• Durch die ständig zunehmenden Einschränkungen in der DDR flohen viele DDR-Bürger in den Westen.
• In der Literatur herrscht zu Beginn eine Aufbruchsstimmung, denn die Autoren wollten mit ihren Werken eine bessere und gerechte Gesellschaft aufbauen, fern vom Faschismus.
• Die Werke aller Autoren wurden von Anfang an staatlich gesteuert und beeinflusst.
• Die Literatur sollte die ganze Bevölkerung zu einem lenkbaren sozialistischen Staat formen und erziehen.
• 1985 Stärkung der Bürgerrechtsbewegung und 1989 friedliche Revolution und Mauerfall.
• Sozialistischer Realismus ist antifaschistisch, antikapitalistisch und das Ideal des leistungsbereiten Arbeiters.
• Im sogenannten „Bitterfelder Weg“ soll der Arbeiter als Schriftsteller und der Schriftsteller als Arbeiter agieren.
• Die nicht systemkonforme Literatur sorgt für subversive Aussagen, Anspielungen und Verschlüsselungen, dass der Text an der Zensur vorbeikommt.
• Epik und Lyrik, Liedtexte, in der Literatur der DDR gibt es keine strikte Eingliederung in Lyrik, Drama und Epik. Texte wurden verfasst, staatlich kontrolliert, um einen sozialistischen Staat aufzubauen.

 

Literatur Merkmale in der DDR sowie die Themen und Motive?

In der staatlich gelenkten Literatur stand der sozialistische Held im Mittelpunkt. So schrieben die Autoren über naturgetreue und realistische Nachbildungen der Wirklichkeit. Das Ziel der DDR Literatur war, ein ideologisches Gedankengut zu festigen.

Die Literatur der DDR setzte sich nur anfangs mit der Vergangenheit auseinander!

Bei der sogenannten Aufbauliteratur, wird ein schöner, positiver Blick in die neue Zukunft gewährt, wobei die Helden der Geschichten oft Arbeiter und Bauern waren. Die staatlich verordnete Aufbauliteratur der 1950-er Jahre setzt auf die Überlegenheit des Sozialismus gegenüber dem Faschismus und Imperialismus.
Die „Ankunftsliteratur“ der 1960-er Jahre war geprägt von dem Leben im Sozialismus, setzt sich kritisch aber auch versöhnlich damit auseinander.
Die kritischen 1970-er Jahre, da äußert sich die Literatur der DDR gegenüber der DDR zunehmend negativ, woraufhin der Staat als Reaktion, gegen diese Autoren massiv vorgeht. Viele Autoren verlassen daraufhin die Deutsche Demokratische Republik.
Das Bewusstsein für die Umweltzerstörung wuchs in den 1980-er Jahren, was auch in der Literatur aufgegriffen wurde.

 

Literatur der DDR und deren Stil und Sprache?

Eine leichte, überschaubare und leicht verständliche Erzählstruktur zeichnet die Sprache der Literatur der DDR aus. Es existiert jedoch auch eine von Partei und den offiziellen Medien propagierte Sprache neben der üblichen Alltagssprache.

  • Bekannte Vertreter und wichtige Autoren der DDR Literatur!
  • Christa Wolf (1929 bis 2011)
  • Erwin Strittmatter (1912 bis 1994)
  • Stefan Heym (1913 bis 2001)
  • Hermann Kant (1926 bis 2016)
  • Brigitte Reimann (1933 bis 1973)
  • Ulrich Plenzdorf (1934 bis 2007)
  • Bertolt Brecht (1898 bis 1956)
  • Jurek Becker (1937 bis 1997)
  • Wolf Biermann (geboren 1936)

 

Wichtige und zeitlose Werke der DDR Literatur.

  • Der geteilte Himmel und Kassandra von Christa Wolf.
  • Von Bertolt Brecht die Tage der Commune.
  • Die Kannibalen und andere Erzählungen von Stefan Heym.
  • Die neuen Leiden des jungen W. von Ulrich Plenzdorf.

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