Minister Stamp beleidigt Laschet Kritiker

....nicht mehr alle Tassen im Schrank

Joachim Stamp springt Armin Laschet zur Seite und sagt in einem Twitter-Tweet, dass Personen, die Armin Laschet Rassismus unterstellen, ‘nicht mehr alle Tassen im Schrank haben‘.
Wie? Sie kennen Joachim Stamp nicht? Nun gut, mir war der Mann ebenso unbekannt, wie der Mehrheit der Menschen in Deutschland. Aber dieser Herr Stamp ist nun mal ‘Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen‘ und zudem stellvertretender Ministerpräsident des Landes. Erschwerend: Er ist FDP-Mitglied. 
Und aus den eben genannten Positionen heraus beleidigt dieser Herr Menschen, die Herrn Laschet wegen seiner ungeschickten Äußerung zum Corona-Ausbruch bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück kritisieren oder zumindest dessen Aussagen hinterfragen. 

Ein Problem der heutigen Zeit ist, dass wir uns in Politik und Medien geradezu zwanghaft missverstehen wollen.

Joachim Stamp

Warum fühlt sich Herr Stamp als Opfer? Meiner Meinung nach, liegt es an den PolitikerInnen der heutigen Zeit. Viele machen sich selbst unglaubwürdig, weil sie nicht bereit sind, klar Stellung zu beziehen. Oftmals vermeiden sie in Interviews konsequent eine ehrliche und eindeutige Antwort. Und wenn sie dann auch noch rhetorisch eher unsicher sind, dann führt das zu Fehlinterpretationen. 

Ich bin der Meinung, dass man von einem/r PolitikerIn in der Position eines Ministerpräsidenten oder gar auf Bundesebene klare und konkrete Aussagen erwarten darf. Leider reiht sich Herr Laschet in die Riege der PolitikerInnen ein, bei denen die Ausdrucksweise eher zweitrangig ist. Hauptsache man haut vor laufender Kamera einen raus. Und wenn dann etwas missverstanden werden sollte, kann man es ja richtigstellen. 
Wie wäre es, vor dem Reden erst einmal nachzudenken? Dann würden diese hochrangigen PolitikerInnen auch nicht ständig missverstanden.

Das sagt darüber überhaupt nichts aus, weil Rumänen und Bulgaren da eingereist sind und da der Virus herkommt. Das wird überall passieren.

Armin Laschet
Mein Tipp: 

Vermeiden Sie Sätze wie diesen! Sogar in einem Deutschaufsatz würde dahinter ein großes rotes ‘A‘ stehen.

 

  • 1989 bis 1998: Studium der Politikwissenschaft, Philosophie und Vergleichenden Religionswissenschaften an der Universität Bonn, Abschluss zum Magister Artium (M.A.)
  • 1992 bis 1998: Freiberuflicher Mitarbeiter am Institut für Demoskopie Allensbach
  • 1995 bis 2012: Freiberufliche Tätigkeit als Seminarleiter und Coach in der Erwachsenenbildung und Politikberatung
  • 1998 bis 1999: Wissenschaftlicher Mitarbeiter eines Bundestagsabgeordneten
  • 1999 bis 2006: Wissenschaftlicher Referent bis 2006 bei der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
  • 2006 bis 2008 Wissenschaftlicher Referent bei der Villa Lessing/Liberale Stiftung Saar e.V.
  • 2008 bis 2010: Elternzeit
  • 2010 bis 2012: Generalsekretär der Freien Demokraten NRW
  • 2011: Promotion zum Dr. rer. Pol. an der Universität Potsdam
  • Seit 2012: Mitglied des Landtags Nordrhein-Westfalen
  • Seit 2012: Mitglied im Bundesvorstand der Freien Demokraten
  • Seit 30. Juni 2017: Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen und Stellvertretender Ministerpräsident
  • Seit November 2017: Landesvorsitzender der Freien Demokraten NRW

Quelle: Land.NRW.de

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  • 1981 bis 1987: Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten München und Bonn. Erstes juristisches Staatsexamen 1987
  • 1987 bis 1994: Ausbildung zum Journalisten. Tätigkeit als freier Journalist für bayerische Rundfunksender und das bayerische Fernsehen. Wissenschaftlicher Berater der Präsidentin des Deutschen Bundestages.
  • 1994 bis 1998: Mitglied des Deutschen Bundestages
  • 1995 bis 1999: Verlagsleiter und Geschäftsführer der Einhard-Verlags GmbH
  • 1999 bis 2005: Mitglied des Europäischen Parlaments
  • 2005 bis 2010: Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, ab 2010 zugleich Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien.
  • Seit 2010: Mitglied des Landtags Nordrhein-Westfalen
  • Seit 2012: Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen und stellvertretender Vorsitzender der CDU Deutschlands
  • 2013 bis 2017: Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen
  • Seit 27. Juni 2017: Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen

Quelle: Land.NRW.de

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