mobile.de – alles gut?

mobile.de – alles gut?

Mehr als eine Automobil-Verkaufsplattform

Automobil-Plattformen im Internet gibt es reichlich. Und da ich kürzlich ein kleines, altes Auto verkaufen wollte, wählte ich mobile.de als die Plattform meines Vertrauens, um den Honda Jazz, Baujahr 2004 mit 78.000 km Laufleistung sowie einigen Dellen und Beulen, zu verkaufen.

Hier mein erster unmaßgeblicher Bericht zu mobile.de. Eine der werbe-aggressiven Plattformen.
Um ein Fahrzeug anzubieten, muss man einen Account anlegen. Das geht mit Eingabe der Email-Adresse und eines Passwortes recht schnell und einfach. Man sollte lediglich dem Drang widerstehen, das kleine Kästchen unterhalb von AGB und Datenschutzerklärung mit einem Haken zu versehen.

Nach erfolgter Bestätigung der Anmelde-Mail ist man auch schon in der Lage, das erste Auto zu inserieren.
Nachdem die allgemeinen Angaben zum Fahrzeug eingegeben hat u.a. auch, ob man schnell oder zukünftig verkaufen will, baut sich die nächste Seite für meinen fiktiven VW Touran Baujahr 2016 mit 35.000 km Laufleistung auf.

Ganz unten auf der Seite sieht man also die Möglichkeit, ein Inserat zu erstellen. Ganz klare Absicht scheint aber nicht die Anzeige zu sein, sondern vielmehr, den Verkäufer zu einen mobile.de angeschlossenen Händler zu bugsieren. Im Fall des Honda Jazz bot man mir übrigens 1.400 Euro, ohne von den vielen Dellen zu wissen.

Entscheidet man sich dann doch für das Inserat. Und ich vermute mal, entgegen der eigentlichen Absicht von mobile.de, so geht das nächste Fenster auf. Dort kann ich noch auswählen, ob ich Händler oder Privatperson bin und schon kann ich die nächsten Angaben zum Fahrzeug inklusive maximal 15 Bilder und dem Wichtigsten, der Preisvorstellung. Dann noch die Kontaktdaten und den Wunsch zur Kontaktaufnahme mitteilen. Nachdem man sich schließlich noch für die kostenlose Anzeige entschieden hat, geht das Inserat tatsächlich online. Alles in allem hat das Ganze nur wenige Minuten gedauert.

Störend fand ich die Seite mit dem Kaufangebot und zudem den winzigen Hinweis unten auf der Page, dann doch lieber ein Inserat zu erstellen.

Ich habe das Fahrzeug für 3.200 Euro eingestellt und einen Kaufpreis von deutlich über 2.000 Euro innerhalb kürzester Zeit erzielen können. Da sind die von mobile.de offerierten 1.400 Euro schon lächerlich wenig. Das hat bei mir keinen guten Eindruck hinterlassen. Hinzu kommt auch noch die Tatsache der Dellen, die den Ankaufspreis mit Sicherheit noch weiter reduziert hätten. So wären dort vielleicht nur 1.200 Euro übrig geblieben.

Aber es kommt noch besser

Nach Abwicklung des Verkaufs löschte ich die Anzeige umgehend und damit war die ganze Aktion für mich abgeschlossen. Für mich schon, aber nicht für mobile.de
Denn ich erhielt täglich weitere Mails mit dem Hinweis auf meinen Termin zum Ankauf des Fahrzeugs.

Dann hatte ich genug von dieser nervigen Mail-Anmache, dass ich folgende, kurze Mitteilung an mobile.de sendete:

Hallo,

ich habe das Fahrzeug bereits zu einem wesentlich besseren Preis verkauft. Daher ist die Anzeige auch schon seit zwei Tagen gelöscht.
Weitere Erinnerungen bezüglich der fragwürdigen Niedrigpreis-Ankaufsangebote sind daher nicht mehr nötig.

MfG

Was mobile.de zu folgender Antwort veranlasste:

Hallo,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Falls Sie die Zusendung der verkaufsbegleitenden Kommunikation nicht weiter wünschen, so können Sie diese jederzeit mit einem Klick selbst deaktivieren. Klicken Sie dazu bitte ganz unten im Newsletter im letzten Satz der Fußzeile auf das Wörtchen “hier” und Sie gelangen zur Abmeldeseite. Anschließend erhalten Sie keine weitere Kommunikation zum Verkauf Ihres Fahrzeugs von uns.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr mobile.de MotorVerkauf-Team

Für mich erfolgte der Verkauf sehr schnell und reibungslos. Leider ist mobile.de sehr aufdringlich und versucht die Inserenten in die “Ankaufstation” zu locken. Wäre ich diesem Lockruf gefolgt, hätte ich mal eben über 1.000 Euro weniger für das inserierte Fahrzeug erzielt. 1.000 Euro, die ich mobile.de nicht gönne. Aus diesem Grund werde ich das nächste Fahrzeug sicherlich nicht bei mobile.de anbieten.

Und dann gibt es da noch wir-kaufen-dein-auto.de 

Ohne weiter ins Detail zu gehen, nenne ich hier das offizielle Angebot von wir-kaufen-dein-auto.de
Nur mit Angabe des Fahrzeugherstellers, des Modells und der Erstzulassung erhielt ich seitens dieser Plattform ein Angebot in Höhe von 1.800 Euro. Was aber bei einem Termin in einer Ankaufswerkstatt noch genauer zu verifizieren sei. Und ich wäre noch dummer als ohnehin schon, würde ich glauben, dass die Dellen und die sonstigen kleinen optischen Macken den Preis erhöhen würden. Vielmehr glaube ich, dass nicht mehr als 1.600 Euro geboten worden wären.

Für solche Angebote, wie die beiden obigen, sind mir die Zeit und die Mühen zu schade.






 

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