ÖPNV wird teurer – das Totalversagen der Politik

Offenbarungseid für die Politik

 – Bus und Bahn erhöhen die Fahrpreise

– Zum 01.01.2020 erhöhen viele Verkehrsverbunde die Ticketpreise um 1,3 bis 3,3 Prozent. Betroffen sind vor allem die Fahrgäste an Rhein und Ruhr, in Berlin und Brandenburg, im Rheinland, im Rhein-Main-Gebiet sowie in den Stadtstaaten Hamburg und Berlin.

Dies ist in den Augen vieler Fachleute, Klimaschützer und auch vereinzelter Politiker das absolut falsche Signal in Richtung des Klimaschutzes. Dabei gilt es als erwiesen, dass der ÖPNV einen wesentlichen Anteil am Klimaschutz und an der Entlastung der Ballungszentren haben kann.

Pendlerpauschale steigt – Ticketpreise auch

Doch der Politik fällt nichts Besseres ein, als zuzusehen, wie die Preise für Tickets im ÖPNV deutlich angehoben und damit noch unattraktiver gemacht werden, als er ohnehin schon ist. Und um dem Ganzen einen absurden Touch zu verpassen, wird auch noch die Pendlerpauschale erhöht.

Autofahren wird belohnt – Busfahren bestraft

Das hat zur Folge, dass Autofahren belohnt und Busfahren bestraft wird. Das ist Klimaschutz ad absurdum geführt. Totalversagen, absolute Ahnungslosigkeit, Denken der 1980-er Jahre oder Lobby-Arbeit unverschämter Ausprägung – das fällt mir zu dieser Tatsache ein. Statt die Preise für Bus und Bahn zu senken (es gibt sogar die Idee vom kostenlosen ÖPNV), erhöht man die Entgelte für Fahrten im Nahverkehr. Da die Preise ohnehin schon recht hoch sind und oftmals keine echte Alternative zum Auto darstellen, wird die erhöhte Pendlerpauschale noch mehr Pendler zum Autofahren verleiten. So mancher wird vom Bus ins Auto wechseln. Schließlich ist der Weg zur Arbeit ein wichtiger Kostenfaktor und wenn das Auto billiger ist als Bus und Bahn, wird das Klima schnell nebensächlich.

Und was macht Berlin?

Wenn die Bundesregierung mit ihrer verfehlten Windenergie-Politik, dem Blockieren von Wasserstoffprojekten und der Verweigerung des Tempolimits auf Autobahnen, um nur einige Beispiele zu nennen, dann kann man nur von einem Totalversagen der Groko sprechen.

  • die ehemalige Bundesumweltministerin und spätere ‘Klimakanzlerin‘ ist nur noch ein Schatten ihrer ohnehin schon blassen Erscheinung. Von ihr kommt nichts.
  • der Bundeswirtschaftsminister betreibt Klientelpolitik zu Gunsten der Wirtschaft
  • der Bundesverkehrsminister verweigert sich jeglicher rationaler Argumentation und ist ein Fürsprecher der Automobilindustrie
  • die Bundesumweltministerin erscheint mir vollkommen wirkungslos, blass und ihren Ministerkollegen unterlegen
  • die SPD als Koalitionspartner macht pustet sich auf und poltert rege neue Forderungen zum Klimaschutz, nur um spätestens beim nächsten ‘Koalitionsgipfel‘ erneut einzuknicken. Regieren um des Regierens willen

Tja, obwohl wir offenen Auges in die Klimakatastrophe steuern, zählen Dinge wie Wirtschaft, Autoindustrie und der eigene Geldbeutel mehr als eine halbwegs intakte Umwelt, die unseren Kindern und Kindeskindern auch noch ein lebenswertes Leben ermöglichen kann. Ein Weiter-So wird unserer Generation helfen, den Lebensstandard zu halten. Dieses Festhalten an alten liebgewordenen Standards geht aber auf Kosten unserer Nachfahren, denen wir einen kaputten Planeten hinterlassen.






 

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