Proteinriegel – eine gesunde Zutat?

Kohlenhydrate und die meisten Fette haben heute den Ruf, eher schädlich als nützlich zu sein. Proteine dagegen werden immer häufiger zu einer wichtigen Produktzutat der Lebensmittelindustrie. Und vor allem im Regal für Nahrungsergänzungsmittel, meist direkt bei den freiverkäuflichen Arzneimitteln, ging in der letzten Zeit ein neuer Stern am Supermarkthimmel auf: der Proteinriegel. Dabei werden Begriffe wie fettarm und organisch zu einem Verkaufsargument, um diese Artikel für die gesundheitsbewussten Kunden interessant zu machen.
Da lohnt es sich doch, diese Entdeckung der Nahrungsmittelhersteller ein wenig genauer zu betrachten.

Was ist ein Protein-Riegel?

Protein unterstützt den Körper dabei, Muskeln aufzubauen. Das dürfte hinlänglich bekannt sein. Diesen Effekt nutzt die Industrie und bietet Protein-Riegel an. Diese enthalten, wie der Name schon sagt, Protein. Sehr viel Protein sogar. Der positive Protein-Nebeneffekt, dass man sich länger satt fühlt, wird sogar von dem einen oder anderen Hersteller besonders beworben. Über die Wirksamkeit dieser Protein-Bars gibt es allerdings noch keine Langzeitstudien. Man kann also auch noch keine verlässlichen Angaben zu deren Unterstützung beim Kampf gegen Übergewicht machen.

Woher kommt das Protein?

Die wohl wichtigste Proteinquelle ist die Molke. Sie fällt bei der Käseproduktion an und wurde bislang häufig einfach vernichtet. Die steigende Nachfrage in China hat deren Preise allerdings in die Höhe schnellen lassen. Weshalb die Hersteller nach einer billigeren Quelle gesucht haben und in Soja-Konzentraten und anderen Soja-Derivaten wurden. Auch Kichererbsen-Mehl gewinnt mehr und mehr an Bedeutung.

Zugefügte Süße

Molke und Soja-Proteine schmecken den meisten Menschen nicht bis gar nicht. Daher mischen die Lebensmittel-Konzerne gerne kalorienarme Süßungsmittel hinzu. Dies sind meistens Süßstoffe, zum Teil aber auch Zuckeralkohole. Es wird aber auch fruktosehaltiger Maissirup verwendet.

Kalorien zählen

Mit den Proteinriegeln sollten ursprünglich junge Sportler angesprochen werden. Heute sind sie so genannte Mainstream-Artikel, die auch bei Diabetikern und älteren Menschen sehr beliebt sind. Besonders immer mehr Diabetiker, die ja relativ sparsam essen und Süßes möglichst ganz meiden sollten, greifen verstärkt auf die Riegel aus dem Supermarkt zurück. Man sollte aber beachten, dass ein Riegel bis zu zwanzig Gramm Protein enthält. Das ist in etwa so viel wie ein Brot mit Geflügelwurst oder Kochschinken. Da stellt sich doch unwillkürlich die Frage, was denn nun besser ist. Ein Riegel oder doch das bewährte Butterbrot?

Und was ist mit Sportlern?

Nun, da gibt es mehrere Studien, unter anderem von der Gesellschaft für Sport und Ernährung. In diesen Untersuchungen wurden drei Gruppen von übergewichtigen Personen betrachtet. Über einen definierten Zeitraum wurden alle Teilnehmern ein strikter Trainingsplan „auferlegt“. Zudem bekam die eine Gruppe Soja-Proteine, die andere Molke-Proteine und die dritte keine Proteine. *Das Ergebnis ist eindeutig:
Alle drei Testgruppen nahmen in etwa gleich viel ab und hatten ihren Gesundheits- und Fitnessstand deutlich verbessert. Der Unterschied lag nur im beim Muskelaufbau. Da hatten die Proteinkonsumenten die Nase deutlich vorn.

Das bedeutet was?

Im Grunde benötigt niemand ergänzendes Protein. Es sei denn, dass Sie massiv Muskelmasse aufbauen möchten. Denn auch der Mehrbedarf von Läufern an Eiweißen kann durch die Mahlzeiten gedeckt werden. Wenn Sie Ihrem Körper also etwas Gutes tun wollen, essen Sie lieber ein Ei, einen Joghurt oder eine Handvoll Nüsse. Der Protein-Riegel liefert Ihnen zwar das erforderliche Protein, eine vollwertige Mahlzeit oder ein Snack wie vorher beschrieben ist doch weitaus besser. Schließlich benötigt unser Körper auch noch andere Nährstoffe und diese sind letztlich nicht in den Proteinriegeln enthalten.


Der tägliche Proteinbedarf

Für sitzende Tätigkeit: 46 Gramm
Für “bewegte” Damen: 94 Gramm


Für sitzende Tätigkeit: 94 Gramm
Für “aktive” Herren: 119 Gramm



 

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