Udo Kübler – Das Ginger Komplott

Buchtipp Nr. 675

Udo Kübler – Das Ginger Komplott

In einer Welt, in der die Gesellschaft vom Individuum erwartet, dass es unzählige verborgene Talente an sich entdeckt und diese auszuleben versteht, stellt Jonathan Simpson etwas Einzigartiges dar. Denn sein einziges Talent ist es scheinbar sich zu erinnern. So „erinnert“ er sich eine ziemliche Menge Geschichten, die er zu ganz anderen Zeiten erlebt haben will. Und diese Geschichten schreibt er auf und vertreibt sie im Net als „Erinnerungen eines Wanderers zwischen den Welten“.Dann aber liefert man ihm eines Tages GINGER. Angeblich eine hochentwickelte, aber seelenlose androide Sexpuppe, entpuppt sich GINGER als extrem wandelbares Wesen. Mit ihrer frischen Natürlichkeit erobert sie im Nu die Herzen aller, die ihr begegnen und avanciert zum Synonym einer »Neuen Natürlichkeit«. Und auch JONATHAN SIMPSON sieht sich als »Der Mann an GINGERS Seite« unversehens aus seiner beschaulichen Welt gerissen. Nicht nur seine Erzählungen, sondern vor allem er selbst mutiert zum börsennotierten Spekulationsobjekt …

JONATHAN SIMPSON in der ultimativen »Material World«. In einer Zukunft die wir uns wohl alle nicht wünschen. In der junge Menschen ihre Geschäftsreife feiern und die amerikanische katholische Kirche, die das »Heilige Geld« zum höchsten Gut erhoben hat, versucht in Europa und damit auch auf Mallorca Fuß zu fassen. Am Vorabend der Apokalypse…Doch dann tritt Zeus persönlich auf den Plan und schafft Ordnung in dem Saustall…

Das GINGER Komplott

vollau - Kauftipps

Udo Kübler

wurde 1951 in Heidelberg geboren. Im Hauptberuf ist er Inhaber und CEO einer Werbeagentur mit knapp 50 festangestellten Mitarbeitern. In seiner Freizeit schreibt er seit vielen Jahren Geschichten und Erzählungen. Sein Schreibstil unterscheidet sich grundsätzlich dadurch von den gängigen, dass sich bei ihm die Handlung absolut spontan aus der jeweiligen Situation und den Eigenschaften der gerade agierenden Personen ergibt. Im Gegensatz zu geplanten und konstruierten Plots, in denen in der Regel zumindest der Anfang und das Ende für den Autor feststehen und meist sogar der Weg dazwischen weitgehend mit Zwischenstationen festgelegt wurde, simuliert DIRECT STORYTELLING, wie Udo Kübler seinen Stil genannt hat, die Gegebenheiten des wirklichen Lebens. Denn auch im wirklichen Leben planen wir zwar allenthalben und bemühen uns bestimmte Ziele zu erreichen. Dabei werden wir aber in jedem Augenblick von unzähligen Personen, Geschehnissen und Gegebenheiten beeinflusst, die – außerhalb unseres Einflussbereichs – den Dingen ganz unerwartete Wendungen geben. Oder, um es ganz einfach zu sagen: Klar und festgelegt sind lediglich die Kulisse und die Beteiligten der Eingangsszene. Aber schon nach wenigen Sätzen, spätestens aber auf Seite 2, entwickelt sich alles ganz spontan aus dem Moment heraus. Die Kulisse Mallorcas, wo er 1989 in der Nähe Alcúdias ein Haus gekauft hatte, inspirierte Udo Kübler zu seinen Erzählungen von Jonathan Simpson – einem dem Autor nicht unverwandten Charakter -, der sich, in unterschiedlichen Professionen und zu unterschiedlichen Zeitrechnungen, als Gast in dem Haus in Bonaire aufhält und die aberwitzigsten Dinge erlebt. Und der sich – als wohl einziger Protagonist überhaupt – nach jedem überstandenen Abenteuer mit seinem Autor in dieser seltsamen Bar “Thelma’s” trifft, um mit ihm über den Sinn und Unsinn der jeweiligen Geschichte zu streiten. Na ja, sagen wir lieber, zu debattieren … Ein gewisser Bruch stellt sich mit der Serie „Die Mission“ ein. Deren 1. Band „KAMPFENGEL“ war ursprünglich als Kurzgeschichte geplant. Bereits auf Seite 24 aber ahnte der Autor, dass in diesem Thema mehr steckte und schrieb einfach weiter. Und nach etwa 530 Normseiten war klar, dass da noch einige Bände folgen mussten. Aufgrund des beachtlichen Umfangs des „KAMPFENGEL“, verzichtete Kübler auf den Anhang „THELMA‘s“. Ebenso verzichtete er weitgehend auf Bezüge zu Mallorca, sondern zeichnete das Szenario einer klassischen Space Opera, bei der heldenhafte Charaktere, dem Guten zum Sieg über einen übermächtigen Feind verhelfen … Sollten die Leser auch künftig auf die angeregten Debatten zwischen Autor und Protagonist nicht verzichten wollen, besteht die Möglichkeit eines speziellen „THELMA‘s“, außerhalb der Serie.

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