Udo Kübler – Jonathan Simpson – Die Dinge des Lebens

Buchtipp Nr. 681

Udo Kübler – Jonathan Simpson – Die Dinge des Lebens

Jonathan Simpson diesmal als unentschlossener Autor, der sich darauf einließ im Auftrag eines obskuren Instituts eine ominöse Trilogie zu schreiben, von der niemand weiß wovon sie eigentlich handeln soll. Doch als eines Tages diese geheimnisvolle, rothaarige Frau mit dieser ausgeprägten Körpersprache vor der Tür steht, die so unglaublich sexy auf ihn wirkt und von der er nie weiß was er von ihr halten soll, schlägt sein Leben Purzelbäume.
Dann taucht auch noch Zimmermann auf, der hinter einer Sache herjagt, die auf unerklärliche Weise mit einer Tür am Grunde eines U-Boot Schachts in Zusammenhang steht.Eine Geschichte vor der Kulisse des Nordens von Mallorca, wie wir alle es noch aus den Neunzigern des vorigen Jahrhunderts zu kennen glauben. Eine Kulisse, durch die der Protagonist eher taumelt und stolpert. Trunken von Herzschmerz und zu viel Alkohol. Benommen und verwirrt von überraschenden Abgründen und überwältigendem Hochgefühl.

Und in einem nicht allzu weit entfernten Paralleluniversum tritt derweil das SPIEL in seine entscheidende Phase…

Die Dinge des Lebens

vollau - Kauftipps

Udo Kübler

wurde 1951 in Heidelberg geboren. Im Hauptberuf ist er Inhaber und CEO einer Werbeagentur mit knapp 50 festangestellten Mitarbeitern. In seiner Freizeit schreibt er seit vielen Jahren Geschichten und Erzählungen. Sein Schreibstil unterscheidet sich grundsätzlich dadurch von den gängigen, dass sich bei ihm die Handlung absolut spontan aus der jeweiligen Situation und den Eigenschaften der gerade agierenden Personen ergibt. Im Gegensatz zu geplanten und konstruierten Plots, in denen in der Regel zumindest der Anfang und das Ende für den Autor feststehen und meist sogar der Weg dazwischen weitgehend mit Zwischenstationen festgelegt wurde, simuliert DIRECT STORYTELLING, wie Udo Kübler seinen Stil genannt hat, die Gegebenheiten des wirklichen Lebens. Denn auch im wirklichen Leben planen wir zwar allenthalben und bemühen uns bestimmte Ziele zu erreichen. Dabei werden wir aber in jedem Augenblick von unzähligen Personen, Geschehnissen und Gegebenheiten beeinflusst, die – außerhalb unseres Einflussbereichs – den Dingen ganz unerwartete Wendungen geben. Oder, um es ganz einfach zu sagen: Klar und festgelegt sind lediglich die Kulisse und die Beteiligten der Eingangsszene. Aber schon nach wenigen Sätzen, spätestens aber auf Seite 2, entwickelt sich alles ganz spontan aus dem Moment heraus. Die Kulisse Mallorcas, wo er 1989 in der Nähe Alcúdias ein Haus gekauft hatte, inspirierte Udo Kübler zu seinen Erzählungen von Jonathan Simpson – einem dem Autor nicht unverwandten Charakter -, der sich, in unterschiedlichen Professionen und zu unterschiedlichen Zeitrechnungen, als Gast in dem Haus in Bonaire aufhält und die aberwitzigsten Dinge erlebt. Und der sich – als wohl einziger Protagonist überhaupt – nach jedem überstandenen Abenteuer mit seinem Autor in dieser seltsamen Bar “Thelma’s” trifft, um mit ihm über den Sinn und Unsinn der jeweiligen Geschichte zu streiten. Na ja, sagen wir lieber, zu debattieren … Ein gewisser Bruch stellt sich mit der Serie „Die Mission“ ein. Deren 1. Band „KAMPFENGEL“ war ursprünglich als Kurzgeschichte geplant. Bereits auf Seite 24 aber ahnte der Autor, dass in diesem Thema mehr steckte und schrieb einfach weiter. Und nach etwa 530 Normseiten war klar, dass da noch einige Bände folgen mussten. Aufgrund des beachtlichen Umfangs des „KAMPFENGEL“, verzichtete Kübler auf den Anhang „THELMA‘s“. Ebenso verzichtete er weitgehend auf Bezüge zu Mallorca, sondern zeichnete das Szenario einer klassischen Space Opera, bei der heldenhafte Charaktere, dem Guten zum Sieg über einen übermächtigen Feind verhelfen … Sollten die Leser auch künftig auf die angeregten Debatten zwischen Autor und Protagonist nicht verzichten wollen, besteht die Möglichkeit eines speziellen „THELMA‘s“, außerhalb der Serie.

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