Untergewicht – die andere Seite der Medaille

In Fitnessmagazinen, TV-Spots oder Frauenzeitschriften geht es eigentlich immer nur um ein Thema: Wie kann ich abnehmen?

Dabei wird ignoriert, dass es einige Menschen gibt, die mit dem Gegenteil zu kämpfen haben und sich Fragen, wie sie zunehmen können.

Klar ist, dass die Anzahl der übergewichtigen Menschen in den westlichen Industriestaaten deutlich höher ist, als die der untergewichtigen.

Dennoch gibt es viele (oftmals junge) Menschen, die mit Untergewicht zu kämpfen haben und gesundheitliche Nachteile daraus ziehen. Heute sehen wir uns dieses Problem mal etwas genauer an.

Warum das Problem Untergewicht unterschätzt wird

Menschen, die zu dünn sind, kennen diese Sprüche auswendig:

  • „Iss doch mal ein ordentliches Butterbrot“
  • „So schlank würde ich auch gerne sein“
  • „Pass auf, dass dich der Wind nicht wegbläst“

Meistens sind diese Äußerungen nicht einmal böse gemeint. Und doch können sie unglaublich nervig und sogar verletzend sein.

Warum das Thema Untergewicht oft nicht ernst genommen wird, hat folgenden Grund: Der Großteil der Gesellschaft hat Normalgewicht oder Übergewicht.

Daher kann sich kaum einer vorstellen, wie es ist, nicht zunehmen zu können. Deshalb bleibt oft wenig Verständnis über, oftmals werden dünne Menschen sogar belächelt, wenn sie über ihr Gewicht klagen.

Fakt ist aber, dass ein zu geringes Gewicht genau so belastend ist, wie Übergewicht.

Die gesundheitlichen Folgen von Untergewicht

Ein zu geringes Gewicht ist kein Luxusproblem. Im Gegenteil, es kann im Alltag sogar sehr einschränkend sein.

Darüber hinaus können sogar negative gesundheitliche Folgen entstehen.

Untergewicht kann folgende gesundheitlichen Nachteile mit sich bringen:

  • Chronische Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Fehlendes Leistungsvermögen
  • Schwaches Immunsystem
  • Brüchige Nägel

Davon abgesehen entstehen auch Nachteile im alltäglichen Leben.

Viele trauen sich nicht an den See oder ins Freibad zu gehen, weil sie sich für ihren Körper schämen und abwertende Blicke meiden wollen.

So gesehen kann Untergewicht also auch eine enorme psychische Belastung sein.

Wichtig ist aber: Es gibt auch viele Menschen, die etwas dünn erscheinen, aber kerngesund sind und sich vollwertig ernähren.

In diesem Fall sind oft keine gesundheitlichen Nachteile festzustellen. Die „Schlankheit“ ist hier oft genetisch bedingt.

Was sie gegen Untergewicht tun können

Als erstes sollten sie feststellen, welche Ursache ihr Untergewicht hat. In den meisten Fällen entsteht Untergewicht durch Fehlernährung, oftmals ist es auch genetische Veranlagung.

Es gibt aber Einzelfälle, in denen eine Krankheit die Ursache darstellt. Das kann beispielsweise eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine Stoffwechselstörung sein.

Wenn sie also stark untergewichtig sind, lassen sie sich bitte sicherheitshalber von ihrem Arzt einmal gründlich durchchecken.

Wenn sie gesund sind, können sie nur eins tun: Ihre Ernährung umstellen und – wenn noch nicht geschehen – mit Sport anzufangen.

Ja, mit Sport kann man abnehmen. Aber eben auch zunehmen. Allerdings ist in diesem Fall der Fokus eher auf Kraftsport zu richten.

Denn mit Kraftsport können Sie Muskeln aufbauen und so ihre Gewichtszunahme unterstützen. Dies funktioniert jedoch nur, wenn die Ernährung ebenfalls stimmt.

Das bedeutet, dass sie jeden Tag einen Kalorienüberschuss erreichen müssen. Nur so liefern sie ihrem Körper die notwendige Energie, um Gewicht aufzubauen.

Hier ist aber entscheidend, dass sie sich nicht von Fastfood, sondern von natürlichen, vollwertigen Nahrungsmitteln ernähren.

Fisch, Fleisch, Eier, Reis, Haferflocken und Nüsse sind hier beispielsweise sehr gut geeignet. Auch wenn Obst & Gemüse eher wenig Kalorien enthalten, sollten sie nicht vernachlässigt werden, um ihre Mikronährstoffe abzudecken.

Fazit

Auch wenn der überwiegende Teil unserer Gesellschaft eher mit Übergewicht zu kämpfen hat, gehört auch das Gegenteil zur Realität.

Wenn sie zu dünn sind, sollten sie aber nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern Ihren Lebensstil ändern.

Durch die richtige Ernährung und den richtigen Sport kann man nämlich einiges erreichen. Disziplin und ein starker Wille sind hier aber – wie oft im Leben – die Voraussetzung dafür.

Dies ist ein Gastbeitrag des unterhalb genannten Autors, der sich für den Inhalt verantwortlich zeigt.
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