Wada – Sperre für russische Athleten

Keine Teilnahme Russlands an den Olympischen Spielen 2020 und 2022

– Das WADA-Exekutivkomitee folgt der Empfehlung eines ihrer Gremien und verhängt in einem einstimmigen Urteil eine vierjährige Sperre für die Teilnahme an und die Veranstaltung von internationalen sportlichen Großveranstaltungen gegen Russland. Russische Athletinnen und Athleten dürfen unter bestimmten Voraussetzungen aber unter neutraler Flagge an den Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften teilnehmen. Diese Strafe, gegen die Russland bereits Einspruch vor dem CAS eingelegt hat, ist die Folge aus einem Streit um Daten aus dem Kontrolllabor der RUSADA in Moskau. Damit die RUSADA nach ihrer Dopingsperre (2014 bis 2018) wieder zuzulassen, forderte die WADA die Übermittlung von tausenden Daten, um den Umfang der damaligen Dopingaffäre abschätzen zu können und gegen einzelne SportlerInnen vorzugehen. Die Datensätze wurde aber entweder gelöscht oder so manipuliert, dass die WADA keine relevanten Informationen erhielt. Der Verdacht liegt nahe, dass dadurch rund 145 russische SportlerInnen geschützt werden sollen.

Fußball EM 2020 und das Champions-League-Finale 2021?

Beide europäischen Fußball-Großereignisse auf europäischer Ebene sollen wie geplant in Russland stattfinden. So soll sich IOC-Präsident Bach sofort nach Bekanntgabe der Empfehlung des WADA-Gremiums auf den Weg nach Nyon, dem Sitz der Fußball-Europa-Verbandes UEFA gemacht haben. Dort sei es zu einem Treffen mit dem UEFA-Präsidenten Aleksander Ceferin gekommen. Dieser sei umgehend danach nach Sankt Petersburg geflogen, um sich seinerseits mit Vladimir Putin zu treffen und ihm mitzuteilen, dass die Fußball EM 2020 und das Champions-League-Finale 2021 im besagten Sankt Petersburg stattfinden werden. Laut WADA handele es sich bei diesen Veranstaltungen um ein regionales/kontinentales Sportereignis und solche Events seien nicht betroffen.

Wie reagiert das IOC?

Thomas Bach, der Chef des IOC und Vladimir Putin, der Präsident Russlands, wird ein besonders nahe Beziehung nachgesagt. Kritiker behaupten, dass dies in erster Linie finanzielle Gründe hat. So pumpt Russland auch heute noch und ganz im Sinne der UDSSR Unmengen von Rubeln in den Sport. Und da wo Geld ist, gibt es auch Freunde. Ergo: Ist viel Geld im Spiel, gibt es auch viele Freunde. Das würde zumindest den überaus gnädigen Umgang des IOC mit Russlands SportlerInnen und Verbänden zu erklären helfen. So munkelt man hinter mehr oder weniger vorgehaltener Hand.

Bleibt also abzuwarten, welches Schlupfloch das IOC unter ihrem Chef Thomas Bach finden wird, um die Strafe für das russische Staatsdoping zu umgehen oder abzuschwächen. Es wird schon damit beginnen, dass man die Bezeichnung sportliches internationales Großereignis definieren wird.

Und der Fußball-Verband FIFA?

Sind wir einmal gespannt, welchen Einfluss Russlands Großzügigkeit auf die mögliche Teilnahme der russischen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar hat. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass die russische Mannschaft in komplett weißen Trikots, Hosen und Stutzen unter neutraler Flagge auflaufen wird. Eine Qualifikation natürlich vorausgesetzt. Man wird aber sicher eine Lösung im Sinne der Sportler und des Sports finden. Spötter und Lästerer vermuten eine Lösung im Sinne von Macht, Geld und Einfluss.

Aber warten wir doch einfach ab, was Russland, die verschiedenen Sportverbände und die Medien aus dem heutigen Entscheid der WADA machen. Wie schon bei den letzten olympischen Spielen gesehen, wird kein WADA-Urteil so heiß gegessen, wie es auf den ersten Blick gekocht wurde.






 

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