Nicht immer nur schnell – Die verschiedenen Laufarten

In vielen Trainingsplänen werden Begrifflichkeiten wie extensiver Tempolauf oder Berglauf verwendet. Was aber bedeuten diese? Im Folgenden versuche ich, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

Extensiver Tempolauf

Belastungsintensität 60 – 80 %
Durch die hohe Intensität gewöhnen Sie Ihren Körper an das Tempo, das Sie im Wettkampf laufen werden. Die Atmung ist deutlich erhöht, eine Unterhaltung fällt schwer.

Intensiver Tempolauf

Belastungsintensität 80 – 90 %
Bei dieser wohl effektivsten Trainingsmethode heben Sie Ihre anaerobe Schwelle an. Das heißt, dass trotz des hohen Tempos Ihre Muskeln nicht übersäuern.

Lockerer Dauerlauf

Belastungsintensität 75 – 80 %
Diese Art des Lauftraining nutzen die meisten Läufer. Die Atmung ist leicht erhöht, den Herzschlag spüren Sie kaum und eine Unterhaltung ist problemlos möglich. Allerdings hemmt diese Art des Trainings eine Weiterentwicklung, da der Trainingsanreiz zu einseitig ist.

Fahrtenspiel

Belastungsintensität < 90 %
Fahrten- oder Fahrtspiel kommt aus Skandinavien und macht keine konkreten Vorgaben. Man „spielt“ mit der Geschwindigkeit. Je nach Empfinden oder Lust und Laune, läuft man mal schneller, mal langsamer. Wichtig ist einzig, dass Sie sich wohlfühlen.

Regenerativer Lauf

Belastungsintensität < 75 %
Neben der Regeneration „auf der Couch“ wird auch immer wieder geraten, eine aktive Einheit zu absolvieren. Damit ist ein kurzer und nicht anstrengender Lauf gemeint. Das Fettstoffwechseltraining hat die gleiche Intensität, jedoch eine deutlich längere Dauer.

Fettstoffwechseltraining

=Belastungsintensität < 75 %
Fettstoffwechseltraining heißt eigentlich: langsam, aber das weit. Die Intensität ist niedrig. So ein Lauf sollte aber mindestens 90 bis 150 Minuten dauern.

Intervalltraining

maximale Belastungsintensität
Die Intensität ist sehr hoch. Auf eine kurze schnelle Phase folgt eine längere langsame Phase, auf die dann wieder eine kurze schnelle Phase folgt usw.
Die Geschwindigkeit der schnellen Phasen: 90 % der maximalen Geschwindigkeit
Die langsameren Phasen können Sie auch gehen.

Beispiel:
10 Minuten einlaufen – 15 Sekunden (schnell) – 45 Sekunden (langsam) -insgesamt 20 Wiederholungen – 10 Minuten ausgehen.

Wichtig: Das Intervalltraining ist sehr anstrengend. Um Verletzungen zu vermeiden, ist es zwingend erforderlich, dass Sie sich gründlich aufwärmen. Mindestens 10 -15 Minuten warmlaufen sind notwendig.

Berglauf

= Belastungsintensität 80 – 85 %
Haben Sie einen Berg oder Hügel – nicht zu flach aber auch nicht zu steil – in der Nähe, dann ist diese Trainingsmethode ideal, die Kraftausdauer zu steigern. Laufen Sie dazu diesen Anstieg zwei bis vier Minuten lang hoch. Dabei ist es wichtig, dass Sie raumgreifende Schritte machen. Keine kurzen Schritte! Auf den Anstieg folgt der Abstieg. Traben Sie locker wieder nach unten. Wiederholen Sie dies je nach Fitness drei- bis neunmal.

Tipp

In Ermangelung eines Berges, funktioniert dieses Training auch auf einer Treppe.

BereichDauer in MinutenMHF*
extensiver Tempolauf40 bis 6060 bis 80 %
intensiver Tempolauf30 bis 4080 bis 90 %
lockerer Dauerlauf50 bis 7075 bis 80 %
Fahrtenspiel30 bis 50< 90 %
regenerativer Lauf15 bis 30< 75 %
Fettstoffwechseltraining60 bis 120< 75 %
Intervalltraining²maximal 40maximal
Berglauf30 bis 6080 bis 85 %

 

* MHF = maximale Herzfrequenz
² nicht im Anfängerstadium



 

Sollte Ihnen das Angebot gefallen, empfehlen Sie es gerne weiter.
Like Button, der nicht nach Hause telefoniert

2 Kommentare auf “Der Tempolauf und seine Lauf-Kollegen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.