Wasserstoff – die Energiequelle der Zukunft

Wasserstoff – Produktion in Deutschland

Grüner Wasserstoff

Wenn es nach der Bundesregierung und den Bundesländern Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen geht, wird Deutschland die Produktion von ‘grünem Wasserstoff’ massiv vorantreiben und mit dieser Technik weltweit führend werden.

Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach. Wie das in der Theorie eben so ist. Denn mit Hilfe von Strom, der aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, soll in einem energieintensiven Verfahren Wasserstoff produziert werden, der wiederum als Basis für synthetische Kraftstoffe dienen soll. Da diese Kraftstoffe keine Emissionen verursachen, sind diese also klimaneutral. Was besonders auch für die stark in Verruf geratene Luftfahrtindustrie von Interesse sein dürfte.

Airbus und Thyssen – Krupp sind dabei

Der Luftfahrtkonzern ‘Airbus’ hat kürzlich verlauten lassen, dass man an alternativen Antrieben arbeite. Dazu gehören auch solche mit Wasserstoff als Energielieferant. Im Jahr 2035 soll das erste ’emissionsarme’ Flugzeug in die Luft gehen. Und ‘Thyssen – Krupp’ legt sogar noch einen drauf. Denn deren Stahlproduktion soll bis zum Jahr 2050 komplett von Kohle auf Wasserstoff grünen Ursprungs umgestellt worden sein.

Die Nordländer machen Druck

Die eingangs erwähnten norddeutschen Bundesländer hingegen wollen richtig Gas geben. So planen die Länder in Hamburg die größte Wasserstoff-Produktionsanlage der Welt. Der Strom für die enorm ‘energiefressende’ Herstellung soll aus den nördlichen Bundesländern kommen. So erzeugt Schleswig-Holstein bereits heute mehr Strom, als es selbst verbraucht. Rein rechnerisch versteht sich.
Der per Windkraft gewonnene ‘grüne’ Strom könne dann zur Herstellung von ‘grünem Wasserstoff’ für den ‘grünen’ Antrieb von Autos und Schiffen, aber auch zur ‘grünen Erzeugung’ von Wärme und in der Industrie, verwendet werden.

Doch alles hat einen Haken

Leider ist das alles nicht so toll und einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Denn das größte Hindernis ist eigentlich derjenige, der eigentlich am meisten Interesse am ‘Wasserstoff made in Germany’ haben sollte. Peter Altmaier, seines Zeichens Bundesminister für Wirtschaft, bremst die Entwicklung in die Zukunft aus. Die Länder Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen fordern folgende Änderungen an der Klimapolitik:

  • Abschaffung der EEG-Umlage für die Produktion von Wasserstoff
  • ein CO2-Preis deutlich höher als die bisher veranschlagten 10 Euro je Tonne

und als wichtigster Punkt:

Der Verzicht auf die 1.000 Meter Regel für Windkraftanlagen. Denn diese unsägliche Abstandsregel, ich schrieb darüber im Post ‘Windkraft – die Lüge der Groko‘, halbiert die Fläche für Windräder geradezu.

Der besagte Peter Altmaier meinte dazu nur: “Am Ende wird viel von dem, was wir hier bei uns entwickeln, in sonnen- und windreichen Regionen zum Einsatz kommen, wo sich grüner Wasserstoff  mittels Strom aus erneuerbaren Energien kostengünstig herstellen lässt“. Quelle: Focus.de
‘Windreich’ – ok. Das lasse ich mir noch gefallen. Norddeutschland eben. Aber ‘sonnenreich’? Wer sagt ihm jetzt, dass Mallorca kein deutsches Bundesland ist?

Alles in allem muss ich die Absichten des Bundesministers für Wirtschaft erneut hinterfragen. Ich habe bis heute nicht durchdrungen, welche Argumente zu seinen Entscheidungen führen. Für weitergehende Erklärungen wäre ich ehrlich dankbar. Oder sind die Intentionen von Herrn Altmaier doch nicht so redlich? Ich weiß es nicht. Würde es aber gerne in Erfahrung bringen.






 

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