Weihnachtsbeleuchtung – Viele wollen weniger

Umfrage zur Weihnachtsbeleuchtung

Weihnachten und das Klima

– Laut einer Umfrage von YouGov im Auftrag der dpa wollen 57 Prozent der Befragten in Deutschland aus Rücksicht auf das Klima zukünftig auf Weihnachtsbeleuchtung verzichten oder diese zumindest reduzieren. Im Jahr 2019, also in den nächsten Tagen und Wochen bis Weihnachten, sollen immerhin bei elf Prozent der repräsentativ befragten Personen die Lichter zum Fest komplett dunkel bleiben.

Irgendetwas stimmt in unserem Land nicht

Es stimmt mich sehr nachdenklich, wenn mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland auf Weihnachtsbeleuchtung verzichten wollen. Ganz besonders im Hinblick auf den Umstand, dass die LED-Technik den Lichterkettenmarkt beherrscht und damit auch energiearm macht. Aber das ist eigentlich nicht der Grund für mein Unbehagen.

Vielmehr erschreckt mich die Einfältigkeit, Dummheit oder gar Dreistigkeit, mit der viele der Befragten zwar ihre Weihnachtsbeleuchtung abschaffen, aber  nicht auf ihren Spritfresser-SUV verzichten wollen.

Ich frage mich, wie viel der Umfrage-Teilnehmer unter dem Vorwand des Klimaschutzes zwar auf die Weihnachtsbeleuchtung verzichten wollen, aber

  • bei Aldi, Lidl und Co. massenweise Getränke in Einwegflaschen einkaufen
  • ihre lieben Kleinen mit der Familienkutsche von A nach B und anschließend nach C fahren. Obwohl der Weg zu Fuß oder mit dem Rad genauso gut zu erledigen wäre
  • online ein paar Schuhe in diversen Größen und Farben bestellen, weil man das nicht passende Schuhwerk ja wieder zurücksenden kann
  • bei Alibaba lustige und billige kleine Dinge einkaufen, die dann tausende Kilometer unterwegs und eigentlich vollkommen überflüssig sind
  • planen, eine Kreuzfahrt zu machen
  • zu Weihnachten in die Sonne fliegen
  • über die Ostertage auf den wärme-geplagten Gletschern in den Alpen zur Ski-Gaudi unterwegs sind
  • ihre elektrischen und elektronischen Gerätschaften im Stand-By laufen lassen
  • ihren 50 m² Rasen mit dem elektrischen Rasenmäher statt mit einem Handrasenmäher schneiden
  • sich eine Klimaanlage einbauen lassen, weil die Sommer ja immer wärmer werden
  • als E-Bike-Besitzer bei schönem Wetter unterwegs sind und die Akkus immer schön geladen halten
  • ihren Müll in der Natur entsorgen
  • möglichst viel Fläche des das schicke neue Familienheim umgebenden Grundstücks zu pflastern
  • den Kleinen möglichst viel Spielzeug aus Plastik unter den Weihnachtsbaum zu legen
  • und und und

Ich verstehe diese Doppelzüngigkeit nicht. Man sollte die Leute einmal fragen, ob sie nicht auf die Geschenkverpackungen verzichten wollen. Die bunten Papiere, teilweise mit Glitzer oder ganz aus Folie, die farbigen Kräuselbänder aus Kunststoff und aller mögliche andere Zierrat, der die Geschenke verschönern soll, sind doch Dinge, die dem Augenblick des Schenkens dienen sollen. Sie sind doch mindestens genauso überflüssig wie die Weihnachtsbeleuchtung. Oder?
Da ich kein Fachmann auf dem CO2-Sektor bin, kann ich nur vermuten und folgende These aufstellen:
Leute, kauft Euch keinen SUV, sondern ein kleineres und ökologisch sinnvolleres Auto oder fahrt einfach mal etwas weniger mit dem Fahrzeug und Ihr könnt Euer Heim in der Weihnachtszeit, wie in dem Beitragsbild dargestellt, klimaneutral beleuchten.






 

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