Wilfried Hildebrandt – Er war stets bemüht

Buchtipp Nr. 757

Wilfried Hildebrandt – Er war stets bemüht

Haben Arbeit und Spaß irgendetwas gemeinsam? Diese Frage werden die meisten Menschen wohl negativ beantworten. Job und Freude scheinen unversöhnliche Antagonisten zu sein. Manchmal kann einem ja auch das Lachen vergehen, wenn man es mit unfähigen Chefs, böswilligen Kollegen oder unlösbaren Aufgaben zu tun hat. Da ist derjenige fein raus, der trotz Stress und Ärger den Humor behält und über skurrile Situationen lachen kann, anstatt an ihnen zu verzweifeln.
Der Protagonist dieser Erzählung stolpert von einer Katastrophe zur nächsten, ohne wirklich Schaden zu nehmen. Für ihn scheint zu gelten „Was uns nicht umbringt, macht uns stärker“. Während er in jungen Jahren ständig Probleme mit Vorgesetzten und Kollegen hatte und oft am Arbeitsplatz überfordert war, gab es irgendwann in seinem Leben einen Wendepunkt. Von da an hatte er Spaß bei der Arbeit und konnte gar nicht genug davon bekommen, sodass er sich am Ende weigerte, zur vorgesehenen Zeit in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen.
Es mag ein Trost für Berufsanfänger sein, dass auch andere sich erst mühsam ihren Platz in der Arbeitswelt erobern mussten. Außerdem sollten sie nicht vergessen, dass in jedem Ende auch ein neuer Anfang steckt. Der Held dieser Erzählung konnte sich mit fast jedem Arbeitsplatzwechsel verbessern, auch wenn diese meist unfreiwillig erfolgten.

Der Autor Wilfried Hildebrandt weiß, wovon er schreibt, denn er durchlief ein langes Arbeitsleben – zuerst in Ostberlin, nach der Wiedervereinigung in Westberlin. Er hat dabei die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten in den Arbeitswelten der beiden Gesellschaftsordnungen kennengelernt.

Er war stets bemueht

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