Windkraft – die Lüge der GroKo

Windkraft – die Energiequelle der Zukunft

Bis 2030 soll Deutschland 65 Prozent des erzeugten Stroms aus regenerierbaren Quellen, also vorrangig aus Sonnen- und Windenergie erzeugen. So das Ziel der großen Koalition aus CDU/CSU und SPD in Berlin. Doch wie sieht es in der Realität aus? Weit entfernt von den Zukunftspapieren und Koalitionsverträgen sind wir?

Die Realität

In den Jahren 2013 bis 2017 wurden im Jahresdurchschnitt etwa 670 Windkraftanlagen errichtet. Jahr für Jahr wohlgemerkt. Im Jahr 2019 waren es bis dato ganze 167 Anlagen. Was zur Folge hat, dass wir die selbstgesteckten Klimaziele der großen Koalition, wie so manch andere Ziele auch, wohl kaum erreichen dürften und gleichzeitig weitere Arbeitsplätze in der Windenergie-Branche wegfallen dürften. In den letzten Jahren seit 2016 sind bereits 25.000 Jobs vernichtet worden. Weitere dürften also folgen.

Doch woran liegt das?

Zum einen dauern die Genehmigungsverfahren immer länger. Oftmals liegt das an Bürgerprotesten, aber auch am Ausschreibungsverfahren, das im Jahr 2017 durch die Bundesregierung geändert wurde.

Und dann noch die Entscheidung aus dem so genannten “Klimaschutzpaket” der GroKo, eine pauschale Abstandsregelung zur Wohnbebauung von mindestens 1.000 Meter zu verabschieden. Was wiederum die verfügbare Fläche für Windkraftanlagen um 50 Prozent reduziert, so das Bundesumweltamt bereits im Frühjahr 2019. Dennoch stellte Herr Altmeier/CDU (Bundeswirtschaftsminister) seinen “Arbeitsplan zur Stärkung der Windenergie” mit der neuen Abstandsregelung vor.

So erreicht man, dass pauschal auch geeignete Grundstücke für den Bau von Windkraftanlagen wegfallen und somit dem Ausbau der Windkraft gehörig Tempo raus genommen wird. Ist das Unwissenheit oder Absicht? Die Entscheidung dazu habe ich noch nicht final beschlossen.

Aber nicht nur über die GroKo meckern, liebe Grüne. auch Ihr habt eine solche Abstandsregelung in Euren Reihen. Fragt man den guten Herrn Kretschmann in Baden-Württemberg. Der hat die gleichen Abstände in seinem Koalitionsvertrag mit der CDU festgeschrieben.

Getreu dem Motto: Umweltschutz ist ne prima Sache, klar. Aber weit weg von meiner Haustür und immer mit Blick auf die Wähler.

UPDATE:
Mittlerweile ist eine hübsche Karte Deutschlands im Netz aufgetaucht, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Nimmt man dann auch noch Natur- und Landschaftsschutzgebiete heraus, dann dürfte sich ein Großteil der deutschen Küste demnächst in einen einzigen gewaltigen Windpark verwandeln. Die Stromtrassen in den Süden dürften dann wohl noch größer ausfallen, als bereits geplant und viele noch lange nicht genehmigt. 
In meinen Augen ist dies ein Totalversagen der unmittelbar beteiligten Bundesumweltministerin Svenja Schulze, dem Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und der Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die Dringlichkeit scheint in der obersten Politik-Riege Deutschlands immer noch nicht angekommen zu sein. Zumindest drängt sich der Eindruck auf, dass wirtschaftliche Interessen deutlich höhere Priorität haben als das Kerninteresse der Menschheit. Nämlich auf ein gesundes Leben in einer intakten Umwelt.

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UPDATE vom 02.12.2019:
Wie heute.de berichtet, will Bundeswirtschaftsminister Altmaier, aller Bedenken und Einwände zum Trotz, an seiner umstrittenen 1.000 Meter Abstandregel für neu zu bauende Windkraft-Anlagen festhalten. Betroffen davon sind auch Windräder, die als Ersatz von Alt-Anlagen gebaut werden. Was bedeutet, dass Anlagen, die um das Jahr 2000 gebaut wurden und nun das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben, zunächst ersatzlos wegfallen werden. Denn Ersatz-Anlagen müssen ein komplettes Genehmigungsverfahren durchlaufen und dabei würde dann auch die Altmaier’sche 1.000 m Abstandsregel greifen. Gleichbedeutend damit, dass Alt-Anlagen, beispielsweise aus dem Jahr 2001, in 700 Metern Abstand zur Wohnbebauung  zwar eine Genehmigung erhalten haben und gebaut werden durften. Eine neue Anlage, die das alte ineffektive Windrad ersetzen soll, aber nicht genehmigt werden würde.

Wie sagte Herr Altmaier dem Handelsblatt? “Ich glaube, dass es richtig ist, den Mindestabstand von 1.000 Metern festzuschreiben.”

Ich bin der Meinung, dass es gut ist, glauben zu können. Und auch, wenn der Glaube Berge versetzen kann, hat der Glaube nichts in der Politik zu suchen. Denn mit Glauben erzeugt man keine alternative Energie. 
Oder sind da ganz andere Gründe als irgendwelchen Glaubensfragen im Spiel? Aber warum ist Herr Altmaier so verbohrt und uneinsichtig?

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