Wussten Sie, dass in über achtzig Prozent unserer Lebensmittel, die wir einkaufen, Zucker enthalten ist? Damit ist allerdings nicht der natürlich enthaltene, sondern zusätzlich zugesetzter Zucker, gemeint. Und es ist hier nicht von Keksen, Kuchen, Süßspeisen oder Süßigkeiten die Rede. Diese sind uns allen als „Zuckerbomben“ bekannt. Vielmehr stehen andere Lebensmittel im Fokus, bei denen die Nahrungsmittelindustrie auf die geschmacksverstärkende Wirkung von Zucker setzt. Wobei der Zuckeranteil in diesen Lebensmitteln über die letzten Jahrzehnte stetig angestiegen ist. Denn wenn man sich an den Geschmack erst einmal „gewöhnt“ hat, hilft nur noch eine höhere Dosis. So sind viele von uns bereits zum Zuckerjunkie mutiert.

Das hat seinen Grund. Denn Zucker stimuliert unser „Glückszentrum“ im Gehirn. Dies hat zur Folge, dass wir uns wohl fühlen. Und wer sich wohlfühlt, der möchte, dass dieses Gefühl anhält. Also greifen wir erneut zu den zuckerhaltigen Lebensmitteln. Und das vollkommen unbewusst. Ein Kreislauf, den es zu durchbrechen gilt. Verzichten Sie doch einfach auf die folgenden (fertigen) Lebensmittel  oder reduzieren Sie deren verzehrte Menge. Das können Sie ganz einfach. Entweder bereiten Sie diese selbst zu oder aber schauen sich den Zutatentext bereits beim Einkauf an. Alles, was mit „-ose“ endet, also Fructose, Glucose und Co., ist Zucker. Nur in unterschiedlichen Formen und Bezeichnungen. Wenn man bedenkt, dass bereits vier Kalorien in einem Gramm Zucker enthalten sind und vier Gramm Zucker einen Teelöffel voll Zucker oder ein Stück Würfelzucker ausmacht, dann bekommt die angegebene Menge an Zucker in der Nährwertübersicht auf der Verpackung eine ganz andere Gewichtung. Vor allem, wenn die Referenzmenge für Zucker für einen durchschnittlichen Erwachsenen (RM) bei  70g pro Tag liegt.  Da kommen Sie bei vielen der folgenden Lebensmittel ganz schnell auf diesen Wert.

Hier nun die “Lieferanten” für mit dem größten Anteilen an verstecktem Zucker. Übrigens nur alphabethisch aufgelistet.

Brot gilt in Deutschland als ein gesundes Lebensmittel mit sehr großer Vielfalt. Und wenn Sie glauben, dass im Weißbrot am meisten Zucker enthalten ist, dann liegen Sie falsch! Denn auch dunkle Brotsorten aus den Backfabriken können sehr viel versteckten Zucker enthalten. Fragen Sie doch Ihren Bäcker um die Ecke nach dem Zuckergehalt in seinem Brot. Oder noch besser: Backen Sie ihr eigenes Brot. Und dafür sind je hundert Gramm Brot etwa vier Gramm Zucker zu empfehlen.

Cerealien, jeder kennt den Begriff. Doch was versteckt sich dahinter? Nun, das Wort für sich ist eine Kreation von schlauen Marketingköpfen und wurde speziell für Cornflakes und Co. auf dem Markt etabliert. Doch die Cerealien sind alles andere als gesund und die idealen Starthilfsmittel für den Tag. Sie sind im Grunde reine Zuckerbomben und nehmen vielfach bereits mit dem Frühstück den gesamten Tagesbedarf an Zucker für sich in Anspruch. Tipp: Mischen Sie Ihr Müsli doch selbst. Das ist nicht nur kalorienfreundlicher, sondern auch preiswerter. Es sei denn, dass Sie auf ein Stück Kuchen zum Frühstücken stehen. Denn so viel und zum Teil mehr unseres Rübenextraktes enthalten die fertigen Müslis und Knusperkörner.

Diät– oder Lightprodukte sind vielfach Täuschungsmanöver der Lebensmittelindustrie. So suggerieren viele Verpackungen eine gesunde Eigenschaft. Bunte Bilder von Obst und Gemüsen oder sportlichen Menschen sollen Leichtigkeit versprechen. Oftmals ist diesen Lebensmitteln das Fett entzogen, was dann aber durch zugeführten Zucker ausgeglichen wird. Einen Geschmacksträger braucht man schließlich. Behalten Sie beim Lesen der Inhaltsstoffe die 70 Gramm Zucker pro Tag im Hinterkopf und überschlagen Sie bereits beim Einkauf Ihren Zuckerkonsum durch das Nahrungsmittel, das Sie gerade in der Hand halten. Lassen Sie sich nicht von der schicken Verpackung täuschen!

Gemüsekonserven, tja, auch Gemüse aus der Dose enthält Zucker. Er wird als Konservierungsmittel und Geschmacksverstärker in Dosen mit Erbsen, Bohnen und dergleichen verwendet. Schauen Sie auch hier mal auf das Etikett.

Smoothies gelten als gesundes Lebensmittel. Die industriell hergestellten Produkte aus unseren Supermärkten können aber ebenfalls voller zugeführtem und damit verstecktem Zucker sein. Sie enthalten von vorneherein bereits viel Fructose. Tipp: Kaufen sie nur Smoothies mit einem Anteil an Gemüse. Oder noch besser, machen Sie Ihren Obst-Gemüsedrink selbst.

Zucker ist aus fertigen Soßen und Dressings nicht wegzudenken. Speziell in Ketchups und Grillsoßen sind riesige Mengen des Süßungsmittels enthalten. Sie gelten als Dickmacher schlechthin. Ob es stimmt, dass einige Ketchup- und Pastasoßen-Hersteller ihren Mitarbeitern empfehlen, nicht häufiger als einmal in der Woche diese Produkte zu essen, das kann ich nicht mit Gewissheit sagen. Denkbar wäre es aber.

Zu guter Letzt: Und hätten Sie gedacht, dass in Sushi-Reis auch Zucker enthalten ist? Der gehört zum Rezept dazu, was viele Sushi-Esser aber nicht unbedingt wissen.

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